Endlich: Stefanhalle wird saniert

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Damian Chatha (von links), Lothar Wobedo, Andreas Schwienhorst und Udo Helm gaben bekannt, dass die Sporthalle an der Stefanstraße jetzt doch saniert werden soll. Kostenpunkt: rund 600 000 Euro.

Bockum-Hövel - Die Turnhalle an der Stefanstraße wird saniert, und zwar so schnell wie möglich. Das teilte gestern Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann mit. Die Sanierung wird erforderlich, weil Orkan Friederike Schäden am Dach angerichtet hatte, die zu weiteren Schäden im Inneren der Halle geführt hatten.

Vor Ostern war ein Sachverständiger beauftragt worden, den gesamten Umfang zu ermitteln. Denn die Schäden erwiesen sich als größer als zunächst erwartet. Das Gutachten liegt jetzt vor. Danach müssen unter anderem das Dach und der Unterbau erneuert werden. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 600 000 Euro, sagte Hunsteger-Petermann. Finanziert würden sie mit Restmitteln aus dem RUN-Sonderprogramm (Rückbau – Umbau – Neubau) der Stadt, mit dem der Sanierungsstau bei städtischen Sporthallen beseitigt werden sollte. Die jetzt noch übrigen Mittel seien ursprünglich sogar einmal für die Stefanhalle vorgesehen gewesen, so der Verwaltungschef.

Jetzt soll es so schnell wie möglich gehen

Und es soll so schnell wie möglich gehen. Daher werden die rechtlichen Voraussetzungen für die Investition per Dringlichkeitsbeschluss geschaffen. Die Fraktionen von SPD, CDU und der Grünen im Rat haben laut OB bereits ihre Zustimmung zugesagt. Durch die Dringlichkeitsentscheidung gewinne man sechs Wochen, weil man nicht bis zur nächsten Ratsrunde warten müsse. „Wir haben nach längerer Abwägung festgestellt, dass wir auf die Halle langfristig nicht verzichten können“, begründet Hunsteger-Petermann die Eile. Alleine die Schulen seien dort mit 35 Übungsstunden vertreten. Hinzu kämen noch die Vereine. Er gehe davon aus, dass die Halle im vierten Quartal wieder zur Verfügung stehe.

Schwienhorst: Halle wird noch lange genutzt

Klar sei damit auch, dass die Stefanhalle anschließend wieder für lange Zeit nutzbar sein werde, auch wenn es die Planung gebe, mittelfristig an der Sophie-Scholl-Schule eine weitere Sporthalle zu bauen. Die werde aber eher 2022 als 2021 fertig sein, sagte der OB. Vor Ort betonte der CDU-Bezirksfraktionsvorsitzende Andreas Schwienhorst: „Wir reißen keine intakte Sporthalle ab. Die Stefanhalle wird jetzt so lange genutzt wie möglich.“

Lothar Wobedo, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bockum-Hövel, stellte klar, man könne die Schulen und Vereine nicht im Stich lassen. Sowohl Schulen als auch Vereine hätten keine Ausweichmöglichkeiten. Es sei auf Dauer kein erträglicher Zustand, dass die Vereine ihre Trainingszeiten so stark reduzieren müssten und sportlich abgehängt würden. Auch Damian Chatha, Vorsitzender der SPD-Bezirksfraktion, betonte noch einmal die Dringlichkeit.

Sanierung kostet genauso viel wie ein Abriss

Bezirksvorsteher Udo Helm sagte, ein Abriss der Halle koste ebenso viel wie ihre Sanierung. Dieses Geld sei also nicht verschwendet. Selbst wenn die Stadt die Halle nach einem Neubau nicht mehr in dem jetzigen Umfang benötige, bestehe bei Vereinen immer noch ein sehr großer Bedarf, so Helm. „Gut, dass wir diese Lösung gefunden gaben“, resümierte der OB.

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