Stadt lehnt neue Sportfläche für die Von-Vincke-Schule ab

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Angrenzend an die Von-Vincke-Schule gibt es eine Freifläche, auf der eine kleine Sportanlage entstehen könnte.

Bockum-Hövel - Der Sportplatz an der Dörholtstraße ist Geschichte. Dort soll ein Neubaugebiet entstehen (WA berichtete). Jetzt gibt es Forderungen, wenigstens eine kleine Sportanlage für die angrenzende Von-Vincke-Grundschule neu zu schaffen. Das lehnt die Verwaltung ab.

Auch die Bezirksvertreter sprachen in ihre jüngsten Sitzung darüber, weil der Von-Vincke-Grundschule alle Möglichkeiten, Sportunterricht im Freien zu betreiben, abhanden gekommen sind. Ebenso ist für die in der Nähe befindlichen Kitas eine wichtige Bewegungsfläche verschwunden. Außerdem kann die Schule nicht mehr wie bisher ihr Zirkusprojekt durchführen. Daher regte der Förderverein der Schule jetzt an, auf der angrenzenden Freifläche eine Schulsportanlage zu bauen. Entstehen soll eine 50-Meter-Laufbahn, die diagonal über das Grundstück verläuft. Ergänzt werden soll die Bahn durch den Erhalt der vorhandenen Sprunggrube.

Die Stadt Hamm lehnt die Einrichtung der gewünschten Sportfläche ab. In ihrer Stellungnahme verweist die Verwaltung auf die Obstbaumwiese, die auf der Fläche angelegt worden ist. Weiterhin verlaufe darauf ein Fuß- und Radweg, der die Dörholtstraße mit der Oppelner Schleife verbinde. Die gewünschte Laufbahn erstrecke sich jedoch nicht nur auf diese Fläche, sondern auf eine Nachbarfläche, für die keine Zweckbestimmung „Schule“ ausgewiesen sei. Eine normgerechte Kurzstreckenlaufbahn von 65 Metern Länge lasse sich auf dem für Schulzwecke ausgewiesenen Grundstück daher nicht bauen. Zudem befänden sich auf dem benachbarten Grundstück vier große Bäume. Als weiteren Ablehnungsgrund führt die Verwaltung auf, dass es durch die erwünschte Einzäunung des Grundstücks keine Wegeverbindung von der Dörholtstraße zur Oppelner Schleife gäbe. Die Bereitstellung als Zirkusfläche würde zudem zu Beschädigungen am Wegebelag führen.

Für Sportveranstaltungen wie die Bundesjugendspiele habe die Von-Vincke-Schule die Möglichkeit, die Sportanlage an der Stefanstraße zu nutzen. Außerdem gebe es hinter der vorhandenen Sportanlage an der Dörholtstraße eine kurze Laufbahn mit Sprunggrube und eine Rasenfläche zum Bespielen. Außensport sei also in unmittelbarer Nähe der Schule möglich, begründet die Verwaltung ihre Ablehnung.

Dennoch stieß die Anregung des Fördervereins auf Zustimmung bei den Bezirksvertretern. Mehmet Darbogaz (Grüne) wollte sie auch direkt als Antrag gewertet wissen, um gegen die Stellungnahme der Verwaltung die Stadt mit dem Bau zu beauftragen. Auch Andreas Schwienhorst, CDU-Fraktionsvorsitzender, fand die Idee gut. Die Schule und der Förderverein hätten sich tief ins Thema eingearbeitet. Er regte an, sich die Situation vor Ort gemeinsam mit der Verwaltung und Vertretern der Schule anzuschauen, um sich ein besseres Bild machen zu können. Auch Bezirksvorsteher Udo Helm stellte fest, dass die Bezirksvertretung hier ein gemeinsames Interesse habe und es in dieser Sache keine Eile gebe. Die Bezirksvertreter beschlossen daher, vor einer weiteren Entscheidung einen Ortstermin durchzuführen.

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