Komplexe Aufgaben und brummende Baukonjunktur

„St. Jupp“ bleibt bis 2021: So geht's jetzt weiter

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Ein Umzug der Abteilungen aus dem St.-Josef-Krankenhaus in neue Gebäude an der St.-Barbara-Klinik ist erst im Jahr 2021 realistisch. Die Planungen dafür dauern länger.

Bockum-Hövel - Wie geht es weiter mit dem St.-Josef-Krankenhaus? Das will nicht nur die Bürgerinitiative zu dessen Erhalt wissen.

Auch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann hatte in einem Brief an den Träger, die St.-Franziskus-Stiftung in Münster, ein Ausschreibungsverfahren eingefordert. Dieser Anregung ist die Stiftung jetzt gefolgt. Diese und damit auch die St.-Barbara-Klinik Hamm GmbH hätte den Vorschlag des Oberbürgermeisters nach einem formalisierten Ausschreibungsverfahren gerne aufgegriffen, teilt Julia Kuhn, Sprecherin der St.-Barbara-Klinik, auf Anfrage des WA mit.

Derzeit werde ein solches Ausschreibungsverfahren eingerichtet. Da dieser Prozess qualifiziert vorbereitet werde und auch verschiedene externe Experten beteiligt seien, dauere diese Phase derzeit noch an. Nächster Schritt werde Anfang 2019 sein, dass diejenigen, die bisher Interesse bekundet hätten, ein Exposé zum Ausschreibungsprozess erhielten. Sie würden damit gebeten, nach den dort genannten Kriterien in das Verfahren einzusteigen.

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Damit erfüllt sich auch eine Forderung der Bürgerinitiative. Denn sie beklagt, dass Anschreiben von Interessenten an die Stiftung bislang ignoriert würden. Man erwarte von der St.-Franziskus-Stiftung volle Transparenz im Umgang mit der Nachnutzung von St. Jupp. Demnächst besteht also für jeden Interessenten die Möglichkeit, an einem Verfahren teilzunehmen. Ein weiterer Wunsch der BI, dass das Ausschreibungsverfahren bis zum Jahresende abgeschlossen werde, geht damit hingegen nicht in Erfüllung.

Rundgang um das St. Josef Krankenhaus Bockum Hövel

Auf Nachfrage äußerte sich Kuhn auch zum bislang angestrebten Zeitplan. 2020 sollte demnach der Umzug aller Abteilungen aus dem St.-Josef-Krankenhaus in Bockum-Hövel in einen Anbau an der St.-Barbara-Klinik erfolgen. Zwei Faktoren beeinflussten derzeit unter anderem den zeitlichen Planungshorizont. Das sei zum einen die Komplexität des Vorhabens. Viele Details müssen geplant werden. Zum anderen sei es die aktuelle Baukonjunktur, die es deutlich schwieriger mache, die benötigten Fachplaner und Experten zeitnah an den Planungstisch zu bekommen. Dementsprechend liege ein realistischer Planungshorizont für die Integration eher im Jahr 2021.

Angesichts der bevorstehenden Schließung hatte die Neueröffnung der Klinik für Hämatologie und Onkologie im Gebäude des St.-Josef-Krankenhauses zunächst Erstaunen hervorgerufen. sie hatte zum 1. April ihre Arbeit unter der Leitung von Dr. Dr. Heinz Albert Dürk auf genommen. Diese neue Abteilung mache die interdisziplinäre Behandlung von Tumorpatienten zukünftig wesentlich einfacher, hatte die St.-Barbara-Klinik als Begründung mitgeteilt. Durch die fachübergreifenden Strukturen könnten die Patienten in dem für sie gewohnten Umfeld umfassend behandelt werden, hatte Geschäftsführer Frank Lohmann die Entscheidung erklärt.

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