Welterfahren und ortsverbunden: Das ist der neue Bezirksbeamte in Bockum-Hövel

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Kai Sick ist der neue Bezirksbeamte der Polizei in Bockum-Hövel.

Kai Sick ist der neue Bezirksbeamte der Polizei in Bockum-Hövel. Er tritt die Nachfolge von Joachim Panke an.

Der 51-Jährige Sick hat vor seinem Amtsantritt am 1. September schon 25 Jahre in der Bockum-Höveler Polizeiwache für Sicherheit und Ordnung gesorgt, allerdings im Wach- und Wechseldienst. Zudem hat Sick viel Auslandserfahrung auf dem Balkan und in Afghanistan gesammelt. Er wohnt nicht in Hamm, sondern im südlichen Münsterland. Geboren wurde er in Kamen.

„Die Polizei liegt in der Familie“, sagt Kai Sick. Sein Großvater sei bei der Polizei in Niedersachsen gewesen. Zwei seiner Brüder seien ebenfalls Polizeioffiziere gewesen. Mehr möchte er über sein Privatleben nicht preisgeben. Bei der Polizei ist er, seit er dort 1986 seine Ausbildung begann. Nach dem Dienst in einer Hundertschaft und im Schutzbereich Wuppertal kam er zur Autobahnpolizei Kamen und anschließend nach Bockum-Hövel. Er mag diesen Ort, denn als Kind aus einer Bergbaustadt kennt und schätzt er das Wesen dieser Menschen. „Sie sind geradeheraus und unkompliziert“, sagt er. So wundert es nicht, dass er hier nun auch die Stelle des Bezirksbeamten angetreten hat.

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Sick kennt seine "Pappenheimer"

Und durch seinen jahrelangen Dienst in der Wache kennt er auch „seine Pappenheimer“. So hat er mitbekommen, wie so manche kriminelle Karriere schon früh in Gang kam, aber auch, dass sich andere nach jugendlichen Fehltritten gefangen haben und zu guten Familienvätern geworden sind.

In seine neue Aufgabe als Bezirksbeamter bringt er auch große internationale Erfahrung mit. „Ich habe dienstlich fast den ganzen Balkan bereist und war zweimal in Afghanistan. Ich kenne mich zum Beispiel mit Muslimen aus und kann gut nachvollziehen, warum sie manches tun und sich in bestimmter Weise verhalten“, berichtet Sick.

 

UN-Missionen auf dem Balkan

Auf dem Balkan habe er im Rahmen von UN-Missionen Kontakt zu Kollegen aus aller Welt bekommen. Es sei hoch interessant zu sehen, dass der Polizeiberuf die Menschen sehr präge. Die Art, wie man Dinge wahrnehme, sei bei den Kollegen weltweit sehr ähnlich.

Prägend seien auch die beiden Aufenthalte in Afghanistan gewesen. Beim ersten im Jahr 2009 habe er fünf Monate lang in Masar i Sharif bei der Ausbildung von Polizeiausbildern mitgewirkt. Beim zweiten sei er von 2011 bis 2012 zwölf Monate lang in der Missionsleitung in Kabul tätig gewesen und habe von dort unter anderem die zehn Außenstellen mitbetreut, Projekte vor Ort mitorganisiert und sich auch um Bauten und Ausrüstung gekümmert. Solche vielfältigen Erfahrungen würde er jedem Kollegen gönnen. Sie seien sehr hilfreich.

Gefährliche Situation in Kabul

Allerdings, so berichtet Sick, habe er in Kabul auch eine gefährliche Situation erlebt, als am Eingangstor des hoch gesicherten Camps „Green Village“ eine Sprengladung explodiert sei. Danach sei „Green Village“ auch beschossen worden und Granaten seien geflogen. Am Tor habe es auch Kämpfe mit Waffen gegeben.

Bei seiner neuen Aufgabe als Bezirksbeamter wolle er die guten Kontakte seines beliebten Vorgängers weiterführen und sich intensiv zum Beispiel um die Kitas und Schulen kümmern. Wichtig sei ihm, das Sicherheitsgefühl der Bürger durch Präsenz der Polizei im Ortsbild zu stärken und für jeden als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

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