HGB errichtet Gebäude, Awo übernimmt Trägerschaft

Obstbäume weichen: Neue Kita im Hammer Norden

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Auf der Wiese wachsen derzeit noch Obstbäume. Auf diesem Grundstück soll in diesem Jahr eine neue Kita gebaut werden.

Hamm-Norden – Über den Neubau einer Kita für 65 bis 75 Kinder am Großen Sandweg berät die Bezirksvertretung Bockum-Hövel in ihrer nächsten Sitzung am 20. März.

Die Entscheidung fällt der Rat dann am 26. März. Als Investor soll die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) das Gebäude errichten und für 20 Jahre an den Träger vermieten. Zu diesem Zweck soll der HGB das Grundstück überlassen werden. Geplant ist, dass die Kita ihren Betrieb zum Kindergartenjahr 2020/2021 aufnimmt. Die Trägerschaft soll die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems übernehmen.

Trotz des Neubaus der Caritas-Kita Noah an der Schottschleife sowie Erweiterungen der Kita St. Martin an der Karlstraße und der Kita am Eichenwäldchen an der Straße Im Ruenfeld besteht weiterhin eine hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schulalter. Aus diesem Grund wurde die bestehende fünfgruppige Awo-Kita am Bänklerweg bereits um zwei Übergangsgruppen, die in Containern untergebracht sind, aufgestockt.

Container sollen abgebaut werden

Bei der Inbetriebnahme der neuen Kita am Großen Sandweg würden die Kinder und das pädagogische Personal, die in den Übergangsgruppen sind, in die neue Kita wechseln, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Auch die dafür neu angeschafften Ausrüstungsgegenstände sollen im Neubau weiter eingesetzt werden. Nach derzeitigem Stand, so die Stadt, sollen die Container wieder entfernt werden.

Wie die Verwaltung in der Beschlussvorlage weiter mitteilt, wird die Awo im Rahmen des kommunalen Integrationskonzeptes und für arbeitsmarktpolitische Bedarfe eng mit der Stadt Hamm kooperieren. So sei beabsichtigt, zugewanderte Menschen schnellstmöglich in das Regelsystem der frühkindlichen Bildung zu integrieren. Darüber hinaus könnten bei Bedarf Spielgruppen und Eltern-Kind-Gruppen angeboten werden, um die Familien an das Bildungssystem heranzuführen und um auch für eine Übergangszeit Kapazitätsengpässe bei der Platzversorgung zu überbrücken. Bei den arbeitsmarktpolitischen Bedarfen stehe in Verbindung mit der Kindertagesbetreuung derzeit die Förderung der Arbeitsmarktintegration Alleinerziehender im Vordergrund.

Um diese Aufgaben übernehmen zu können würden zusätzlich zum Regelangebot entsprechende Möglichkeiten entwickelt. Die inhaltliche Konkretisierung könne erst dann erfolgen, wenn die Kindertageseinrichtung in Betrieb sei und der Träger einen Zugang zu den möglichen Bedarfslagen im Sozialraum habe, teilt die Verwaltung mit.

Für die neue Kita muss zudem Baurecht geschaffen werden. Im aktuellen Bebauungsplan ist für die rund 0,27 Hektar große Fläche noch eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage festgesetzt. Den Beschluss, einen neuen Bebauungsplan für den Bau der Kita aufzustellen, fasste der Rat bereits im Oktober des vergangenen Jahres.

Zugleich legte der Rat fest, dass auch Ersatz für die dort stehenden Obstbäume geschaffen werden muss. Da die Fläche lange Zeit kaum genutzt war und zunehmend als Hundewiese verkam, wurde im Jahr 2009 im Rahmen von „Hamm blüht auf“ eine Maßnahme zur Aufwertung durchgeführt. Es wurden elf Obstbäume gepflanzt, die unter anderem über Spenden aus der Bevölkerung und Vereinen finanziert wurden.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens werde geprüft, ob einige der Bäume am Standort erhalten bleiben und in die Freiflächen der Kindertagesstätte integriert werden könnten, heißt es in der Beschlussvorlage zum neuen Bebauungsplan. Für alle anderen Bäume sei im Vorfeld – in Abstimmung mit dem zuständigen Fachamt – ein neuer Standort gesucht worden.

Da die Bäume aus fachlicher Sicht nicht umgesetzt werden können, sei geplant, für einen Teil der Bäume auf dem Grundstück des Stadtteilzentrums und für die restlichen Bäume entlang der Kohlenbahntrasse Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Die Spender würden darüber informiert, teilt die Verwaltung mit.

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