Noch stinkt es nach Rauch in Bockum-Höveler Kirche

Katastrophe knapp vermieden: Wie geht es weiter in "Herz Jesu"?

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Bockum-Hövel - Wie geht es weiter nach dem Brand in der Herz-Jesu-Kirche? Die Gemeindegremien sind derzeit dabei, diese Frage zu regeln.

Wacker berichtet, es habe nach dem schlimmen Vorfall inzwischen Kontakt zur Versicherung gegeben. Ein Mitarbeiter sei vor Ort gewesen, um sich den Schaden anzusehen. Zudem wolle er noch Kontakt zur Kriminaltechnik aufnehmen. Weiterhin habe ein Chemiker Proben genommen. Die Ergebnisse lägen in dieser Woche vor. Darauf basierend werde ein Gutachten erstellt. Dann werde die Versicherung Vorschläge für eine Sanierung machen, sagte Wacker. Wie lange all dies am Ende dauern wird, könne man jetzt noch nicht sagen.

In der Pfarrei werde jetzt eine Projektgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Kirchenvorstandes und des Pfarreirates gebildet, um das weitere Vorgehen festzulegen. Natürlich müsse man auch das Bistum einbeziehen. So habe sich zum Beispiel schon die Kunstkommission des Bistums ist eingeschaltet, damit diese untersuche, welche Schäden die Kunstwerke in der Kirche genommen haben.

Kirche Herz Jesu nach Brand, Bockum Hövel

Keine Messen in St. Jupp

Zu bedenken gebe es nicht nur die neue Situation nach dem Brand und den Denkmalschutz, sondern auch die Tatsache, dass auch die Kapelle des St.-Josef-Krankenhauses nicht mehr für Gottesdienste zur Verfügung steht. Mit Weggang von Pastor Kargus als Krankenhausseelsorger seien dort auch die Messen weggefallen. Das werde sich bis zur Schließung des Krankenhauses nicht mehr ändern, so Wacker.

Noch immer sei man bei der Schadensaufstellung, zum Beispiel würden in der Sakristei alle Gegenstände erfasst. Von vielen Gegenständen geht weiterhin ein Brandgeruch aus. Nun werden Probereinigungen gemacht, um festzustellen ob der Geruch aus den Paramenten wie Messgewändern und durch Spülen der Kelche wieder herausgehe oder ob man sie neu anschaffen muss. Das gleiche überprüfe man beim Gotteslob.

Erste Säuberungsmaßnahmen

So habe es bereits eine Vielzahl von Terminen vor Ort gegeben, berichtet Wacker. Weiterhin seien in Abstimmung mit der Versicherung erste Säuberungsmaßnahmen in der Kirche erfolgt, wie beispielsweise eine Reinigung des Fußbodens, damit auch dort der Geruch raus komme.

Stall und Heilige Familie seien komplett verbrannt. Die anderen Figuren, auch die „angekokelten“, seien sichergestellt worden. Sie seien vom Löschwasser komplett durchfeuchtet und würden derzeit langsam getrocknet, damit sie nicht reißen könnten, schildert Wacker weiter. „Wir alle sind nur heilfroh, dass dem Küster Anton Mariyathasan nichts passiert ist und dass er das Feuer früh genug entdeckt hat. Sonst stünde unsere Herz-Jesu-Kirche wohl nicht mehr“, sagt Wacker

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