Mitglieder der BI St. Jupp hegen tiefes Misstrauen

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Bockum-Hövel -  Die Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt des Gebäudes des St.-Josef-Krankenhauses (BI St. Jupp) misstrauen den Aussagen der Franziskus-Stiftung. Es gebe "genug Alternativen", heißt es.

„Es ist eine Schande darüber nachzudenken, dass so eine exzellente Einrichtung zerstört werden soll“, hatte Bezirksvorsteher Udo Helm bei der Gründungsversammlung der BI gesagt Eine Ansicht, die er mit vielen Bürgern in Bockum-Hövel teilt. Ziel der BI ist es, den Abriss des erst 40 Jahren alten Gebäudes – der Neubau wurde 1978 eingeweiht – zu verhindern und nach Lösungen für den Erhalt und die Nutzung zu suchen, die nicht so einfach wegzuwischen sind.

Falls der Träger sich doch noch für die Rolle rückwärts entscheide und das Krankenhaus weiterführt, sei das umso besser. Als alternative Nutzung käme nach Meinung der BI ein Spezialkrankenhaus mit einem Akutteil, in dem beispielsweise Herzinfarkt-Patienten erstversorgt werden könnten. Auch den Fokus auf einen Fachbereich (zum Beispiel Orthopädie) zu legen wäre möglich.

"Selbst Werne hat ein eigenes Krankenhaus"

Bockum-Hövel sei mit rund 35.000 Einwohnern der zweitgrößte Stadtbezirk Hamms. Das seien mehr Bewohner als in Werne. Selbst diese Stadt habe ein eigenes Krankenhaus. Der Einzugsbereich beschränke sich aber nicht nur auf den Stadtbezirk, sondern auch auf viele Bereiche südlich der Lippe, die weit weg von der medizinischen Versorgung seien.

Alles, was bisher gesagt worden sei, sei 2017 mit der Mitteilung zur Schließung über den Haufen geworfen worden. Sollte tatsächlich ein massiver Reparaturstau bestehen – die Rede sei von rund 15 Millionen Euro, womit der Träger die Schließung begründe – müsse dieser schon zum Zeitpunkt der Übernahme bestanden haben, und die Bürger seien arglistig getäuscht worden. Sollte der Reparaturstau erst heute aufgetreten seien, müsse man einem Wirtschaftsbetrieb wie den Franziskanern grob fahrlässiges Verhalten unterstellen, so Weber.

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