Licht und Schatten im Hammer Stadtbezirk

Zahl der Gewaltdelikte in Bockum-Hövel gestiegen

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Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung gegen Rewe Haase im November 2017.

Bockum-Hövel - Die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Straftaten ist im Stadtbezirk Bockum-Hövel zurückgegangen. Im Jahr 2016 waren es 1910, im vergangenen Jahr noch 1817 Delikte. Dennoch gibt es Licht und Schatten in der Kriminalitätsstatistik.

Ein 41-jähriger Mann wurde im März 2017 an einer Bushaltestelle im Hammer Norden getötet.

Zwei Tötungsdelikte ereigneten sich 2017 in Hamm - eines davon in Bockum-Hövel. Am 4. März wurde ein 41-jähriger türkischer Staatsbürger auf dem Bockumer Weg durch einen 42-jährigen Landsmann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Er starb anschließend im Krankenhaus. Der Beschuldigte verletzte zudem den Sohn des Verstorbenen. Das Landgericht Dortmund verurteilte den Täter wegen Totschlags im Dezember 2017 zu neun Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe. Gegen dieses Urteil wurde Revision eingelegt.

Um eines auf 22 abgenommen hat die Zahl der Sexualdelikte. Um 3 sank die Zahl der Raubdelikte. Sie liegt jetzt bei 21 Taten. Fast halbiert hat sich der Wohnungseinbruchsdiebstahl: 50 Fälle führt die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr auf. 2016 waren es noch 92. Rückläufig war auch die Zahl der Taschendiebstähle. Sie sank von 27 auf 17.

Weniger Straftaten, mehr Aufklärung: Hamm keine Kriminalitäts-Hochburg

Hingegen gab es eine deutliche Zunahme bei der schweren Körperverletzung in Bockum-Hövel. Von 61 Fällen im Jahr 2016 stieg die Zahl auf 70 im vergangenen Jahr. Einen kräftigen Zuwachs weist die Polizei bei den Fahrraddiebstählen aus. Ihre Zahl schnellte von 66 auf 116 hoch. Die Zahl der Diebstähle aus oder an Pkw erhöhte sich leicht von 139 auf 147. Schließlich gab es auch mehr Sachbeschädigungen. Hier weist die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr 349 Fälle aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 301.

Die wichtigsten Ereignisse im Bezirk:

4. Februar 2017: Eine 33-Jährige stach auf der Oswaldstraße mit einem Messer auf einen 35-jährigen Bekannten ein und verletzte ihn schwer. Zuvor hatten sich beide gestritten. Nach kurzer Flucht wird die Frau von der Polizisten festgenommen.

4. März 2017: Ein 41-Jähriger wurde durch Messerstiche in Höhe einer Bushaltestelle auf dem Bockumer Weg getötet.

Notarzt-Einsatz auf dem Bockumer Weg.

8. März 2017: Zwei illegal entsorgte Fässer verursachten einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei auf der Lipperandstraße. Die Behälter lagen in einem Straßengraben und waren mit Strahlensymbolen versehen. Messungen und Untersuchungen ergaben aber, dass sich in den Behältern lediglich Klinikabfälle befanden.

ABC-Einsatz an der Lipperandstraße

23. Juni 2017: Unbekannte versprühten in einem Treppenhaus der Sophie-Scholl-Gesamtschule eine unbekannte Substanz. Acht Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren, ein Lehrer und ein Hausmeister atmeten den reizgasähnlichen Stoff ein und klagten anschließend über Atemwegsbeschwerden. Drei von ihnen mussten sich in Krankenhäusern ambulant behandeln lassen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Täter ein.

Einsatz in der Sophie-Scholl-Gesamtschule.

11. Oktober 2017: Nach einer Bombendrohung im Rewe-Markt an der Römerstraße wurde der Supermarkt geräumt und mit Sprengstoffspürhunden durchsucht. Gegen 11.45 Uhr hatte ein Unbekannter telefonisch angekündigt, dass eine Bombe hochgehen werde. Ein Sprengsatz oder ein verdächtiger Gegenstand wurde nicht gefunden. Im November ermittelte die Polizei einen 33-jährigen Hammer als Tatverdächtigen, der in seiner Vernehmung die Tat bestritt.

 

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