"St. Jupp": Ministerium ohne Bedenken gegen Schließung

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Bockum-Hövel - „Aus Sicht der Bezirksregierung Arnsberg, der ich mich anschließe, bestehen keine Bedenken gegen die Aufgabe der Betriebsstelle St.-Josef-Krankenhaus Hamm.“ Diese eindeutige Stellungnahme steht in einem Schreiben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales an die Hammer Krankenhäuser und die Stadt Hamm, das dem WA zur Kenntnis gekommen ist.

Darin heißt es auch, dass die bislang am Standort St.-Josef-Krankenhaus betriebene Abteilung für Innere Medizin mit 40 Betten und die Belegabteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) mit drei Betten geschlossen sowie 27 Betten der Chirurgie abgebaut werden. Die verbleibenden medizinischen Angebote der Chirurgie sowie die Urologie sollen am Standort St.-Barbara-Klinik konzentriert werden.

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Auch nach der Aufgabe des St.-Josef-Krankenhauses sei die Erreichbarkeit eines Krankenhauses in weniger als 20 Kilometer Entfernung gewährleistet, teilt das Ministerium mit und führt die Entfernung zu den verbleibenden Kliniken auf: St.-Barbara-Klinik mit 7,6 Kilometern, St.-Marien-Hospital mit 6,6 Kilometern und Evangelisches Krankenhaus mit 7,9 Kilometern. So stünden für die Versorgung der Bevölkerung drei Krankenhäuser zur Verfügung, sodass durch die Schließung des St.-Josef-Krankenhauses keine Unterversorgung resultiere.

Aus dem Schreiben des Ministeriums geht ebenfalls hervor, dass die Klinik für Manuelle Therapie offenbar chirurgische Betten ausweisen will. Nach Auswertung des tatsächlichen Leistungsgeschehens komme die Bezirksregierung Arnsberg zu dem Ergebnis, dass das sachgerecht erscheine, stellt das Ministerium fest.

Bislang würden dort 138 Betten für Innere Medizin betrieben. In den vergangenen 40 Jahren habe die Klinik fast ausschließlich Schmerzpatienten und Patienten mit schweren therapieresistenten Störungen des Bewegungsapparates behandelt, heißt es in dem Ministerbrief.

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