Es geschieht immer am Wochenende

Diebstahl und Vandalismus: Die Kölbels sind mit den Nerven am Ende

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Zerdeppert haben die Täter zuletzt einen Schwan, den Rita Kölbel vor dem Haus aufgestellt hatte. (Ein Klick rechts oben in das Bild zeigt das komplette Motiv.)

Bockum-Hövel – Rita und Klaus Kölbel sind mit ihren Nerven am Ende. Immer wieder rupfen Unbekannte Blumen aus den Blumenkästen, stehlen Deko-Artikel von der Haustür und aus dem Vorgarten weg, und richten durch Vandalismus Schaden an.

Seit fünf Jahren wohnen die beiden an der Ardennenstraße, doch seit etwa zwei Jahren häufen sich die Vorfälle. „Es ist vor allem in den Nächten zu Samstag und zu Sonntag“, sagt Rita Kölbel. In jüngster Zeit kommt auch noch Zerstörungswut hinzu.

So wurde ein Blumenkasten mit Gewalt vom Zaun gerissen, ein Deko-Schwan aus Porzellan wurde zertrümmert. Die Kappen auf den Zaunspitzen haben die Unbekannten vor kurzem alle abgemacht und auf der Straße verteilt. Manche Deko-Artikel hat sie auch schon in anderen Vorgärten wiedergefunden.

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Vorfälle wirken wie Psychoterror

„Ich bringe immer alles sofort wieder in Ordnung“, sagt sie. Manchmal kämen Nachbarn vorbei, um sich Anregungen für den eigenen Garten zu holen. „Ich will mich nicht kleinkriegen lassen“, sagt sie auch. Der Sachschaden beläuft sich inzwischen auf mehrere Hundert Euro.

Doch noch viel Schlimmer ist die Angst, die sie inzwischen hat. Sie empfindet die Vorfälle als Psychoterror. „Ich kann keine Nacht mehr durchschlafen“, sagt sie. Auch ihr schwerkranker Mann komme nicht mehr richtig zur Ruhe. Daher hat sie jetzt Anzeige erstattet und geht an die Öffentlichkeit, in der Hoffnung, dass die Täter endlich identifiziert werden.

Vorfälle auch bei Nachbarn

Auch wenn der Vandalismus sich bei ihr derzeit häufe, sei sie nicht alleine betroffen. Von einem Nachbarn habe sie erfahren, dass plötzlich eine Figur in seinem Garten stehe, die er selbst dort nicht platziert habe. An einem anderen Garten seien die Plastikstreifen, die zum Sichtschutz in den Stabgitterzaun eingefädelt worden seien, herausgerissen und zerschnitten worden. Und auch in anderen Gärten gebe es Zerstörungen.

Das Herausreißen von Blumen, Verstellen von Figuren ereigne sich nicht nur an der Ardennenstraße. Sie ist eine Sackgasse, die von der Blücherstraße abgeht. Zur Stefanstraße gelangt man aber über eine Treppe. Auch an diesen beiden Straßen habe es bereits ähnliche Vorfälle gegeben. Doch bislang unternähmen die Nachbarn nichts.

Polizei empfiehlt Anzeige zu erstatten

Das bestätigt auch Polizeisprecherin Julia Breitenstein. Seit 2017 sei nur eine Anzeige erstattet worden. Ein Schwerpunkt von Vandalismus sei dieser Bereich aus polizeilicher Sicht daher nicht.

Sie empfiehlt daher, die Polizei zu rufen, wenn sich verdächtige Personen dort aufhielten und bei Diebstahl und Vandalismus auch Anzeige zu erstatten. „Sonst können wir nichts machen“, sagt sie.

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