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Vereinsheim kann kommen: Mitglieder stehen voll dahinter

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Von: Ulrich Wille

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Vereinsheim der SG Bockum-Hövel am Ruenfeld
Kann jetzt saniert werden: Das Vereinsheim der SG Bockum-Hövel. © Foto: Verein

Die letzte Hürde ist genommen. Der Umbau des Vereinsheims und der Kabinen der SG Bockum-Hövel ist jetzt in greifbare Nähe gerückt. Einstimmig beschlossen die 70 anwesenden Mitglieder des Sportvereins jetzt während der außerordentlichen Mitgliederversammlung vor allem auch die Finanzierung des Großprojekts. Denn 30 Prozent der geschätzten Kosten von 650.000 Euro sollen die Mitglieder aufbringen.

Bockum-Hövel – Die Versammlung im Vereinsheim der Bockumer Bürgerschützen wurde vom zweiten Vorsitzenden Mischa Faesing geleitet, da der erste Vorsitzende, Egbert Homann, an diesem Tag verhindert war. Faesing stellte den Mitgliedern noch einmal das Projekt vor. Demnach soll das Vereinsheim samt Umkleidekabinen, das aus den 1960er-Jahren stammt und in den 1980er-Jahren einmal renoviert wurde, komplett neu strukturiert und umgebaut werden. Durch das Neuplanen der vorhandenen Kabinen und das Versetzen oder Entfernen von Wänden erhält der Verein in Zukunft zusätzliche Kabinen für den Trainings- und Spielbetrieb, teilte der Vorstand mit.

Wichtig war in der Sitzung auch, das Einverständnis der Versammlung für die Finanzierung einzuholen. Die allerdings war 100-prozentig. Damit können nun die vorbereiteten Anträge und Unterlagen vom 1. Vorsitzenden an die entsprechenden Stellen von Stadt, Stadtsportbund und Land gesendet werden. „Wir brauchen dazu nur noch auf den Senden-Knopf zu drücken“, freute sich der 2. Vorsitzende, Mischa Faesing. Die Antragstellung muss bis Ende Oktober 2021 erfolgt sein. Dann könne auch die Vergabe des Auftrags an einen Generalunternehmer erfolgen. Im Dezember 2021 soll der Bauantrag bei der Stadt eingereicht werden, damit im Frühjahr 2022 mit dem Bau begonnen werden kann. Im Herbst 2022 sollen die Sanierungsmaßnahmen schon abgeschlossen sein.

Die Finanzierung soll zu 52 Prozent aus Fördermitteln des Landesprogramms „Moderne Sportstätten 2022“ erfolgen, 30 Prozent sollen die Mitglieder aufbringen, zwölf Prozent erhofft sich der Vorstand aus Spendengeldern aufzubringen und weitere sechs Prozent aus Contracting der Heizungsanlage. Die 30 Prozent Mitgliederaufwände seien nötig, um die Sanierungsmaßnahme ohne Fremdkapital zu stemmen.

Jedes Mitglied soll jeden Monat einen Betrag einzahlen

Dazu soll jedes Mitglied pro Monat einen bestimmten Betrag – bis 18-Jährige drei Euro, über 18-Jährige fünf Euro – über einen Zeitraum von November 2021 bis März 2022 einzahlen. Alle Mitglieder, die sich als Helfer bei der Vereinsheimherstellung mit 40 Stunden beteiligt haben, bekommen die jeweiligen Einmalbeiträge erstattet.

Sichtbar zufrieden präsentierte sich der Vorstand nach der Veranstaltung. Denn auch alle weiteren Anträge des Tages wurden zu 100 Prozent von den anwesenden Mitgliedern getragen. Dazu gehörten auch diverse Satzungsänderungen – unter anderem die Reduzierung des Vorstands durch Streichung der Posten des 3. Vorsitzenden, des 3. Kassierers und des 3. Geschäftsführers.

Der aktuelle Vorstand setzt sich nun aus dem 1. Vorsitzenden Egbert Homann, dem 2. Vorsitzenden Mischa Faesing, dem 1. Kassierer Tobias Klein und seinem Stellvertreter Siegfried Linke sowie aus dem 1. Geschäftsführer Holger Blank und dem 2. Geschäftsführer Marcel Grugel zusammen.

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