1. wa.de
  2. Hamm
  3. Bockum-Hövel

Neues Event: Mais-Labyrinth mit riesigem Peace-Zeichen

Erstellt:

Von: Ulrich Wille

Kommentare

Peace Zeichen auf einem Feld in STockum Hamm
Viele Wege führen zum Ziel: Der Hof Schulze Blasum in Stockum bietet ein Mais-Labyrinth als Spaß für Familien an. © Hans Blossey

Am besten sieht man es von oben aus der Luft: ein riesiges Peace-Zeichen mit lauter krummen Linien rundherum und das mitten in einem Feld. Dahinter steckt ein nagelneues Angebot des Hofes Schulze Blasum, das sich vor allem an Familien richtet: ein Mais-Labyrinth.

Bockum-Hövel/Stockum – Wer das Wort Labyrinth hört, mag zuerst zurückschrecken: „Da verirrt man sich doch“, könnte man meinen. „Doch das ist absolut nicht unser Ziel“, lacht Judith Reher, Hof-Organisatorin bei Schulze Blasum. Vielmehr soll das Labyrinth eine schöne Mixtur aus etwas Abenteuer und vor allem viel Spaß sein. Natürlich führen einige Wege auch in Sackgassen – so muss es in einem Labyrinth auch sein. Aber man findet immer wieder leicht heraus.

Quiz für Groß und Klein

Und ausprobieren muss man die Wege schon. Zumindest, wenn man an dem – eingebauten – Quiz teilnehmen will. Da geht es zum Beispiel darum, Gemüse zu erkennen. „Wie hießen noch diese komischen dünnen, langen, weißen Stangen? Wer es weiß, schreibt es auf und kann an einer Verlosung teilnehmen, bei der es für Kinder und Erwachsene kleine Preise zu gewinnen gibt.

Kinder auf einer Kletterburg auf dem Hof Schulze Blasum
Eine Kletterburg: Das Mais-Labyrinth bietet auch weitere Spielmöglichkeiten für Kinder an. © Wille

„Wir wollen den Besuchern mit dem Mais-Labyrinth zum einen ein tolles Event für die Familie anbieten, zum anderen aber auch allen das Thema Landwirtschaft näherbringen“, erklärt Judith Reher zum Hintergrund. Und um das „Event“ auf die Beine zu stellen, haben die Familie Laurenz, die den Hof betreibt, und ihre Mitarbeiter offensichtlich keine Kosten und Mühen gescheut.

„Im Mais-Labyrinth steckt ein gutes halbes Jahr Arbeit – von der Idee bis zur Umsetzung“, erzählt Reher. Im Zentrum steht das Peace-Zeichen, das Ausdruck des Wunsches nach einer friedlichen Welt sein soll. Rundherum ziehen sich durch die rund 40.000 Quadratmeter große Fläche unzählige Wege, die irgendwo oder nirgendwo hinführen. „Für eine komplette Runde braucht man etwa eine Stunde“, weiß Reher.

Labyrinth-Saison endet im Oktober

Und weder Peace-Zeichen noch Wege sind etwa in ein bestehendes Maisfeld eingebaut worden. „Die Pflanzung erfolgte GPS-gesteuert und hat das frei gelassen, was wir geplant haben“, erklärt Judith Reher. Pflanzen sind dafür also nicht abgeerntet oder verschwendet worden. Als die Mais-Pflanzen dann eine Höhe von 1,20 Meter erreicht hatten, ging das Labyrinth an den Start. Eröffnung war am 27. Juni.

„Und bislang waren alle begeistert von dem Angebot“, erzählt Reher. Denn neben dem Erkunden des Labyrinths und dem Lösen der Quizfragen gibt es auf dem riesigen Gelände auch die Möglichkeit zu entspannen, zu sitzen, sich von einer Berieselungsanlage abkühlen zu lassen und kühle Getränke nebst Waffeln oder Popcorn zu verzehren. Und auch Spielmöglichkeiten gibt es für den Nachwuchs – zum Beispiel einen Sandkasten und eine Kletterburg aus Strohballen.

Häufig zu finden sind diese aufwendigen Mais-Labyrinthe übrigens nicht. „Das nächste ist in Dortmund“, weiß Judith Reher, die übrigens aus Bockum-Hövel stammt. Doch der Labyrinth-Spaß ist zeitlich begrenzt. Denn im Oktober wird das Maisfeld – wie ein normales – abgeerntet, der Mais zu Viehfutter weiter verarbeitet. „Aber wenn es gut läuft in diesem Jahr, werden wir das Labyrinth 2023 wieder anbieten“, sagt Judith Reher.

Auch interessant

Kommentare