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Eigentum in Bockum-Hövel ist teurer als gedacht

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Von: Ulrich Wille

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Luftbild, Baustelle am Hallohpark, ehemaliges Gelände der Albert-Schweitzer-Hauptschule
Die teuerste Ecke von Bockum-Hövel: Am oberen Bildrand ist die Albert-Struck-Straße zu sehen. Hier sind die Grundstücke am teuersten. Südlich davon entsteht das Baugebiet Am Hallohpark, das vermutlich noch kostspieliger wird. © Hans Blossey

Immobilien- und Grundstückspreise erreichen zurzeit ungeahnte Höhen. Zusammen mit steigenden Zinsen bricht bei einigen sogar der Finanzierungsplan zusammen. Wie weit diese Entwicklung noch führt, ist in den momentanen Krisenzeiten kaum absehbar - auch in Bockum-Hövel nicht.

Bockum-Hövel – Dass schon vor den Krisen eine Entwicklung zu ständig steigenden Preisen für Grundstücke und Häuser in Bockum-Hövel gab, lässt sich an den Bodenrichtwerten der vergangenen Jahre, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in NRW unter Boris.nrw,de herausgibt, sehr gut ablesen. Und ein Fazit lässt sich vorab klar ziehen: Egal, ob mäßige, mittlere oder gute Lagen – überall sind die Bodenrichtwerte stark angestiegen.

Hier einige Beispiele:

Legt man die höchsten Bodenrichtwerte des laufenden Jahres zugrunde, gibt es in Bockum-Hövel zwei Bereiche im Stadtbezirk, die mit einem Bodenrichtwert von 265 Euro pro Quadratmeter die absolute Spitze bilden. Das ist zum einen der Hainbuchenweg (südlich des Höveler Friedhofs) und zum anderen die Albert-Struck-Straße mitten im Höveler Zentrum in der Nähe des St.-Josef-Krankenhauses. Noch vor zehn Jahren lagen die Bodenrichtwerte in diesen beiden Bereichen übrigens noch bei 160 Euro.

GRafik zu Bodenrichtwerten in Hamm-Bockum-Hövel
Die Preise für Grundstücke in Bockum-Hövel sind gestiegen: Die Unterschiede zwischen den einzelnen Straßen sind recht groß. © Quelle: borsi.nrw;grafik: WA

Südlich der Struck-Straße wird demnächst das neue Baugebiet „Am Hallohpark“ mit Leben gefüllt. Die Erschließungsstraßen sind bereits fertig, der Bau der Ein- und Mehrfamilienhäuser könnte also bald starten. Da hier mit dem Bieterverfahren (ab 350 Euro pro Quadratmeter) die Grundstücke für die Einfamilienhäuser verkauft wurden und werden, dürfte künftig auch der Bodenrichtwert vermutlich neue Höhen erreichen.

Obere Preisregionen bei 260 Euro

Mit 260 Euro pro Quadratemeter liegt auch der Wellekötter Weg in der oberen Preisregion. Die sogenannte Öko-Siedlung an der Stefanstraße startete 2014 nach ihrem Neubau mit einem Bodenrichtwert von 155 Euro.

Etliche Straßen liegen auch in der Größenordnung von 240 Euro pro Quadratmeter. So die Straßen in Apfelsiedlung (rund um den Ontariogrund am Ende der Uphofstraße), wo sich die Bodenrichtwerte in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt haben. Das gilt auch für den Hagenholt (eine Stichstraße, die von der Uphofstraße abgeht). Viele weitere Lagen in Bockum-Hövel, die Bodenrichtwerte über 200 aufweisen, gibt es darüber hinaus. Dazu gehören dann auch durchaus die ehemaligen Zechenkolonien, wie zum Beispiel entlang der Strackstraße. Hier liegt der Bodenrichtwert mittlerweile bei 235 Euro, im Jahr 2015 lag er dort noch bei 90 Euro pro Quadratmeter. Die mit Abstand günstigsten Lagen befinden sich an der Janßenstraße (zwischen Wittekind- und Stockumer Straße) mit 105 Euro (2012: 65 Euro) sowie die Wohnblöcke an der Wittekindstraße mit 110 Euro pro Quadratmeter (2012: 70 Euro).

Hammer Norden: durchwachsene Preise

Im Bereich des Hammer Nordens, der zum Stadtbezirk Bockum-Hövel gehört, ist es ähnlich durchwachsen. Die beste Lage ist laut Bodenrichtwertkarte am Bänklerweg mit 220 Euro pro Quadratmeter. Hier lag der Wert vor zehn Jahren noch bei 90 Euro. Dicht gefolgt von der Siedlung rund um den Heidewinkel, wo ein Wert von 215 Euro pro Quadratmeter erreicht wird – in etwa doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren. 200 Euro pro Quadratmeter werden auch an der Stettiner Straße und den Nebenstraßen fällig. Vor zehn Jahren waren es noch 100 Euro.

Die günstigsten Lagen im Norden liegen am Bockumer Weg zwischen Bromberger Straße und Nordenstiftsweg. Mit aktuell 110 Euro pro Quadratmeter haben sich die Preise im Vergleich zu 2012 – damals gab es 70 Euro – eher geringfügig nach oben verändert.

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