Es gibt Interessenten für "St. Jupp"

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Offensichtlich gibt es bereits Interessenten für das St.-Josef-Krankenhaus. Das teilte die St.-Franziskus-Stiftung in einer Presseinformation zum Zukunftskonzept des St.-Josef-Krankenhauses und der St.-Barbara-Klinik mit. Allerdings geht die Stiftung dabei von einem Abriss des Gebäudes aus.

Ganz am Ende heißt es im Schreiben aus Münster: „Mehrere Investoren sind bereit, sich hier (St.-Josef-Krankenhaus) zu engagieren. Alle interessierten Investoren gehen davon aus, dass nicht zuletzt aufgrund des immensen Instandsetzungs- und Sanierungsbedarfs eine Neubebauung des Geländes notwendig ist.“ Auf Nachfrage des WA teilte Volker Tenbohlen, Pressesprecher der St.-Franziskus-Stiftung, mit, dass es mehr als zwei Interessenten seien. Ihre Zahl liege im einstelligen Bereich. Sie stammten nicht nur aus Hamm, sondern auch aus der Region und sie seien im Umland aktiv. Mehr wollte Tenbohlen mit Rücksicht auf die möglichen Investoren dazu nicht mitteilen. „Wir wollen durch eine frühzeitige Veröffentlichung ja niemanden verschrecken“, sagte er.

In der Pressemitteilung verweist die Stiftung auf den städtebaulichen Rahmenplan. Der sei Grundlage der weiteren Entwicklung des Krankenhausgeländes. Die Vorstellung der Ergebnisse sei nach Aussage der Stadt für die erste Jahreshälfte 2019 vorgesehen. Auf dieser Grundlage erfolge die weitere Planung in enger Abstimmung mit der Stadt Hamm, damit eine attraktive und sinnvolle weitere Nutzung gewährleistet sei, teilt die Stiftung mit.

 Auch Heinz-Martin Muhle, Leiter des Stadtplanungsamtes, betont noch einmal die vorrangige Bedeutung dieser Rahmenplanung. Es gebe mit der Stiftung eine klare Übereinkunft, dass diese gemeinsam erarbeitet werde. „Alle müssen auf dieses Zielkonzept warten“, machte er deutlich. „Wir stellen doch jetzt erst noch Fragen und sind noch nicht in der Lage, Antworten zu geben.“ Wenn es sich um große und attraktive Grundstücke handele, meldeten sich immer Interessenten. Das sei nichts Ungewöhnliches.

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Die Stiftung nimmt noch einmal Stellung zur Aufgabe des Standortes in Bockum-Hövel und Konzentration am Standort St.-Barbara-Klinik in Heessen. Die Bündelung der medizinischen Leistungen an einem Ort eröffne zahlreiche neue Möglichkeiten zu einer noch besseren medizinischen Versorgung. Patienten profitierten von der Behandlung an einem Ort und kürzeren Wegen. Die direkte Kooperation aller Spezialisten mache eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohl der Patienten möglich. Die künftige medizinische Infrastruktur sei noch mehr auf die gesundheitlichen und pflegerischen Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet, gerade auch im Blick auf den wachsenden Bedarf an medizinischen Leistungen durch die steigende Lebenserwartung und zunehmend komplexere Behandlungen, die einen hohen Spezialisierungsgrad erforderten, heißt es in dem Schreiben.

 Dieses Zukunftskonzept entspreche im Übrigen auch der Krankenhausplanung für die Stadt und die Region, stellt die Stiftung fest. Diese sei ein behördlich geleiteter Prozess, an dem die Kliniken sowie Krankenkassen, Bezirksregierung und das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt seien. Dabei werde festgelegt, welche Kliniken welche Fachabteilungen vorhielten, einschließlich der jeweiligen Bettenzahlen. Eine Abstimmung der Kliniken untereinander sei für ein sinnvolles Versorgungsangebot unerlässlich.

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