BI fordert Politiker auf, für den Erhalt von "St. Jupp" zu kämpfen

+

Bockum-Hövel - Eine Resolution zum Erhalt des St.-Josef-Krankenhauses bringt die gleichnamige Bürgerinitiative (BI) in die nächste Ratssitzung am 15. Mai ein. Sprecherin Marina Weber stellt fest, dass die BI inzwischen mehr als 10 000 Unterstützer habe.

„Die Bürger in Bockum-Hövel und darüber hinaus sind ärgerlich über das Verhalten der Mandatsträger im Rat der Stadt Hamm. Die Haltung aller Politiker war nach der öffentlichen Bekanntgabe des Krankenhausträgers sehr defensiv, und es fehlte jegliche empathische Äußerung zu dieser Entscheidung“, stellt Weber fest. Kritisiert wird, dass lediglich ein Rahmenplan für Bockum-Hövel beschlossen wurde, der erst im kommenden Jahr fertig sein soll, und der lediglich Alternativen nach der Schließung des Krankenhauses aufzeigen werde.

Aus Sicht der BI gibt es in Hamm einen Versorgungsnotstand. Alle Krankenhäuser seien überbelegt. Benötigt werde das St.-Josef-Krankenhaus auch noch nach 2020, dem angekündigten Termin der Schließung. Ein Träger, wie die St.-Franziskus-Stiftung dürfe sich nicht ausschließlich auf betriebswirtschaftliche Gründe zurückziehen. Sie habe auch einen empathischen Auftrag den Menschen und vor allem auch den Schwerstkranken gegenüber.

Die Bürgerinitiative erwartet, dass sich die Ratsvertreter zum Versorgungsnotstand bekennen und unverzüglich die Verwaltung beauftragen, mit den Franziskanern Gespräche aufzunehmen, um die Situation zu heilen. Alternativ soll das das Gebäude erhalten und von eventuell neuen Investoren vollmedizinisch oder teilmedizinisch genutzt werden. Zusätzlich erwartet die BI, das Gebäudegutachten transparent zu machen und einen unabhängigen Gutachter zuzulassen. Daher soll die Verwaltung mit dem Träger Verhandlungen aufnehmen mit dem Ziel, die medizinische Versorgung in Bockum-Hövel und der nordwestlichen Peripherie nachhaltig zu sichern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare