Drei Wochen Vollsperrung

Baustart auf Nordenstiftsweg beginnt mit Verkehrschaos

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Wer soll in diesem Schilderwald im Vorbeifahren das für ihn richtige Schild auf die Schnelle entdecken? Trotz Hinweis auf die Vollsperrung bogen viele Autofahrer auf den Nordenstiftsweg ab.

Hamm-Norden - Ja, die Stadt hat rechtzeitig auf die neue Vollsperrung des Nordenstiftsweges seit Montag hingewiesen und auch Schilder auf der Münsterstraße aufgestellt. Doch wer die Nachricht in den Medien nicht wahrgenommen hatte, tappte schnell in die „Falle“ und stand an den ersten Tagen bei der Einfahrt in den Nordenstiftsweg in einem Stau und nach dem Wenden wieder.

Die Arbeiten an der Fahrbahn des Nordenstiftswegs (zwischen Hausnummer 37 und 39) dauern insgesamt voraussichtlich drei Wochen. Für die Zeit gilt zwischen den Einmündungen Bänklerweg und Merschstraße eine Vollsperrung. Die Baukosten betragen rund 75. 000 Euro.

Schon am Montag entstand ein Verkehrschaos rund um diesen Bereich. Angesichts der Baustelle auf der Münsterstraße und des damit verbundenen Schilderwaldes ist der Hinweis auf die Vollsperrung schnell zu übersehen. Viele Autofahrer bogen also auf den Nordenstiftsweg ab. Noch mehr Fahrzeuglenker wählten den Weg über die Philipp-Reis-Straße und die Lilienthalstaße als „Abkürzung“. Hier steht kein Hinweis auf die Vollsperrung. Alle Autofahrer trafen sich vor der Ampel der Bahnbaustelle, für die der Nordenstiftsweg einseitig gesperrt ist. Hatten sie die passiert, mussten alle wieder wenden, um auf dem Rückweg erneut vor dieser Ampel zu stehen. Selbst ein Rettungsfahrzeug war am Montag in die Sackgasse hineingefahren und musste wieder umdrehen. Schließlich stauten sich die Fahrzeuge erneut vor der Ampel an der Münsterstraße. Die sehr kurze Phase ermöglichte nur Wenigen das Abbiegen. 

Irritationen bei neuen Baumaßnahmen und Straßensperrungen könnten an den ersten Tagen nie ganz vermieden werden, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit. „Wir gehen aber davon aus, dass sich die Situation am Nordenstiftsweg schnell einspielt. Bisherige Eindrücke lassen zumindest nicht darauf schließen, dass zum Beispiel in Sachen Beschilderung ein grundsätzliches Problem bei der Baustelle besteht“, so Huster. Die Kollegen beobachteten die Situation weiter und, falls erforderlich, würden noch Maßnahmen in Sachen Beschilderung ergriffen.

Erneute Straßenabsenkungen

Ursache für die neuerliche Vollsperrung des Nordenstiftsweges sind erneute Straßenabsenkungen. Schon im August war dort die Fahrbahn eingebrochen. Aus einer defekten Frischwasserleitung war Wasser ausgetreten, hatte Sand ausgespült und Hohlräume verursacht. Erst beim Öffnen der Straße war der Schaden entdeckt und behoben worden. Die Kanäle in der Straße können es diesmal nicht sein. Sie seien intensiv kontrolliert worden und wiesen keinerlei Undichtigkeiten auf und seien als Ursache für die Absenkung auszuschließen, so Huster. In der laufenden Maßnahme werde der Unterbau daher neu aufgebaut und noch einmal tiefer verdichtet. „Sodass wir davon ausgehen, dass wir das Problem so endgültig beheben können“, teilte er mit. Gleichzeitig nutzen die Stadtwerke die Gelegenheit, um neue Gas- und Wasserleitungen zu verlegen.

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