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Elf Grundschüler in Bockum-Hövel in der Schwebe

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Von: Patrizia Frank

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An der Gebrüder-Grimm-Schule hatte es 51 Anmeldungen mehr gegeben, als Platz für Erstklässler vorhanden ist.
An der Gebrüder-Grimm-Schule hatte es 51 Anmeldungen mehr gegeben, als Platz für Erstklässler vorhanden ist. © © Andreas Rother

Nicht genügend Platz für alle Erstklässler hatte es an der Gebrüder-Grimm-Schule fürs Schuljahr 23/24 gegeben. Nach den Absagen sind noch nicht alle i-Männchen woanders angemeldet worden.

Bockum-Hövel – Ursprünglich sollten im Stadtbezirk Bockum-Hövel nach den Sommerferien 430 Schulanfänger in ihr erstes Schuljahr starten – insgesamt 69 Kinder mehr, als noch im vergangenen Schuljahr. Allerdings: Nach der Ablehnung von 51 Kindern durch die Gebrüder-Grimm-Schule sind bisher nur insgesamt 419 Schüler auf die sechs Schulen im Stadtbezirk verteilt. 11 Schüler wurden offenbar bis zum heutigen Tag an keiner anderen Grundschule in Bockum-Hövel angemeldet. Die Eltern „säumiger“ Grundschüler seien nach den Weihnachtsferien nochmals daran erinnert worden, die Schulanmeldung nachzuholen, heißt es dazu von der Stadt.

„Mein Eindruck ist, dass wir in Bockum-Hövel tatsächlich viele Kinder haben. Und es scheinen mehr zu werden“, sagt dazu Frank Wagner, Schulleiter der Gebrüder-Grimm-Schule. Wagner weiß, wovon er redet, denn auch die Anmeldungen für seine Schule werden seit Jahren kontinuierlich mehr. 110 i-Dötzchen wollten in diesem Schuljahr aufgenommen werden, 51 von ihnen haben eine Absage erhalten. In Heessen mussten an der Kappenbuschschule sogar Geschwisterkinder abgelehnt werden.

Gebrüder-Grimm-Schule kann nicht allen Wünschen gerecht werden

„Wir sind und bleiben zweizügig, es ist allein aus Platzgründen nicht möglich, noch mehr Kinder aufzunehmen“, sagt Wagner. Dies werde sich, seiner Einschätzung nach, auch perspektivisch nicht ändern. „Natürlich freuen wir uns, dass so viele Eltern unsere Schule für ihre Kinder auswählen“, sagt er. Man könne allerdings eben nicht allen Wünschen gerecht werden. Der Großteil der von ihm abgelehnten Kinder sei übrigens allesamt an einer der anderen Grundschulen untergekommen.

Ebenfalls über viel Zulauf freut sich Rabea Hartmann, seit August Schulleiterin der Johannesschule im Hammer Norden. „Wir sind glücklich, dass wir so viele Anmeldungen haben“, sagt sie. 105 neue Schüler wird sie nach den Sommerferien begrüßen. „Damit sind wir im zweiten Jahr in Folge in allen Jahrgängen vierizügig. Wir hoffen, dass das nun auch so bleiben wird“, sagt Hartmann.

Talschule wird dreizügig

Drei- statt wie im laufenden Schuljahr bei den Erstklässlern zweizügig geht es im neuen Schuljahr für die Talschule weiter. Ursprünglich waren 52 Kinder angemeldet worden, tatsächlich starten werden nach der Umverteilung aller Schüler allerdings 77 Kinder in drei Klassen. Das bedeutet: Viele Kinder, die von ihren Eltern ursprünglich für die Gebrüder-Grimm-Schule angemeldet worden waren, haben ihren tatsächlichen Platz nun an der Talschule erhalten. Dass der erste Jahrgang an der Schule nun wieder dreizügig sein wird, wollte Schulleiter Marcel Sander auf Nachfrage unserer Redaktion nicht bewerten.

An der Overbergschule (73) und der Von-Vincke-Schule (56) waren die ursprünglichen Anmeldezahlen gegenüber dem Vorjahr fast gleich geblieben. Die Overbergschule arbeitet allerdings nach wie vor sechszügig. Diese Besonderheit ergibt sich aus der Tatsache, dass dort jahrgangsübergreifend unterrichtet wird.

Freiligrathschule profitiert von Umverteilung

An der Freiligrathschule wurden in diesem Schuljahr mit insgesamt 36 Anmeldungen zwar zunächst 15 Schüler weniger angemeldet als noch im vergangenen Jahr, allerdings werden nach der Umverteilung insgesamt 53 Kinder in zwei Klassen nach den Sommerferien starten.

Die Talschule profitiert von den Ablehungen an der Gebrüder-Grimm-Schule. Die Erstklässler starten im Sommer drei- statt zweizügig.
Die Talschule profitiert von den Ablehungen an der Gebrüder-Grimm-Schule. Die Erstklässler starten im Sommer drei- statt zweizügig. © © Andreas Rother

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