Elektro-Torwand für 30.000 Euro ist neue Attraktion im Funpark

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Die neue elektronische Torwand ist bereits am Funpark installiert worden. Weitere Aufwertungen auf der Fläche an der Römerstraße sollen noch folgen.

Bockum-Hövel J Sie spricht mit den Spielern und zeigt an, was sie können. Als erstes Teil zur Aufwertung des Funparks an der Römerstraße in Bockum-Hövel wurde vor gut einer Woche die neue Torwand aufgestellt. „Das ist der Renner“ kommentierte Bezirksvorsteher Udo Helm bei der Vorstellung dieses Prachtstücks. Immerhin, die Torwand hat knapp 30.000 Euro gekostet.

Jan (16) und Leon (15) nutzten eine Freistunde, um an ihr zu spielen. „Wir haben sie schon entdeckt und ausprobiert. Es ist toll, dass man verschiedene Spiele daran machen kann“, sagte Jan. „Und es ist cool, dass man auch mit Fremden zusammen spielen kann“, ergänzte Leon. Dieweiteren Geräte sollen noch bis zu den Sommerferien aufgestellt werden. Darunter ist eine zweite Attraktion: ein Container mit vielen Spielen. So können das Jugend- und Stadtteilzentrum Bockum-Hövel oder der Verein Jugendarbeit Hamm-Norden im Funpark Angebote machen und Aktionen durchführen, ohne die Geräte immer dorthin schleppen zu müssen. 

Aufgestellt werden weiterhin Kletterstangen, an denen die Jugendlichen bis auf eine Höhe von vier Metern hochziehen können – natürlich mit Fallschutz. Auch ein Kletterwürfel kommt hinzu. Zum „Abhängen“ und „Chillen“ ist eine große Hängematte vorgesehen. Gewünscht hatten sich die Jugendlichen beim Ortstermin im vergangenen Jahr ein großes Trampolin, auf dem das Springen mehr Spaß macht als auf den kleinen. Die Spielgeräte für die Jüngeren werden durch ein Karussell ergänzt. An der Skateranlage werden Sofabänke aufgestellt, sodass die Akteure bequem beobachtet werden können. Die Anlage selbst wird um zwei Elemente erweitert: eine Quarterpipe und eine Rail. Die Tischtennisplatte wird auf eine befestigte Fläche gestellt, damit man besser an ihr spielen kann. Bis zum Herbst warten müssen die Jugendlichen lediglich auf einen überdachten Sitzplatz. Der habe leider so lange Lieferzeiten, berichtete Svenja Hoch vom Tiefbau- und Grünflächenamt, die die Ertüchtigung des Funparks gemeinsam mit Vera Stracke vom Jugendamt geplant hatte. 

Ballgeschwindigkeit wird gemessen

Die Top-Attraktion ist allerdings die Torwand, die in 16 Felder aufgeteilt ist. Sieben unterschiedliche Spiele sind programmiert. Gemessen werden kann die Ballgeschwindigkeit. Einzelne Felder können abgeschossen werden. Es ist möglichalleine oder auch in der Mannschaft zu spielen. Selbst mit einem Hand- oder Tennisball kann man trainieren. Bespielt werden kann die Torwand nur während der Öffnungszeiten des Funparks, ansonsten ist sie ausgestellt.

Funpark ist Modell für weitere Standorte

Im Rahmen der Vorbereitung waren Jugendliche gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung und Lokalpolitik zum Hersteller nach Holland gefahren. Das Exemplar im Funpark diene auch als Testmodell für mögliche weitere Standorte, sagte Hoch. Im Funpark seien die Rahmenbedingungen gut. Das Gelände sei eingezäunt und durch die Öffnungszeiten von 9 bis 20 Uhr könne nachts nicht gespielt werden. Zudem gebe es dort Strom und eine asphaltierte Fläche. Angenommen wird die Torwand nach den wenigen Tagen bereits sehr gut. Die Daten würden aufgezeichnet und könnten abgerufen werden, berichtete Hoch. An Werktagen werde sie derzeit durchschnittlich drei Stunden genutzt, am Wochenende sechs Stunden.

100.000 Euro stehen zur Verfügung

Finanziert werden die gesamten Spielgeräte aus dem Förderprogramm für Quartiersentwicklung „Fun meets Sport“. Alleine für den Funpark stehen 100.000 Euro zur Verfügung. „Wir nutzen die Mittel aber auch, um Sportangebote zu machen“, erläuterte Stracke. So werde es bis zum Herbst Kletterangebote auf den Bäumen des Funparks zu folgenden geben: 21. Juni, 19. Juli, 23. August und 20. September, jeweils ab 17 Uhr. Weitere Sportangebote seien in der Entwicklung und würden bald vorgestellt, so Stracke.

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