2000 Vereinsmitglieder betroffen

Dach marode: Sporthalle des TuWa Bockum-Hövel wird geschlossen

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Die Sporthalle muss geschlossen werden. Das Dach ist marode.

[Update] Hamm – Die Ferdi-Hübner-Halle des Turn- und Wassersportvereins (TuWa) Bockum-Hövel muss spätestens Ende März 2020 geschlossen werden.

Die Nachricht gaben am Freitagnachmittag Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Sportdezernent und Kämmerer Markus Kreuz und der Vereinsvorsitzende Nils Fiedlers bekannt. Das Dach ist vollkommen marode und nicht mehr zu reparieren. Die Mitglieder werden jedoch weiter Sport betreiben können, denn es gibt eine Übergangslösung. Am Hallohpark wird bis zum Schließen der Ferdi-Hübner-Halle für drei bis vier Jahre eine mobile Sporthalle aufgestellt. Die Kosten dafür betragen rund 600.000 Euro.

Bereits seit 2015 wird die Ferdi-Hübner-Halle jährlich in Augenschein genommen. Die letzte Überprüfung im März habe eine dramatische Verschlechterung des Schadensbildes in der Tragwerkkonstruktion des Daches ergeben. Es hätten sich große Risse gebildet. Daher habe man einen Sachverständigen hinzugezogen, berichtete Achim Fischer-Benen Abteilungsleiter der Bauunterhaltung. Dessen Gutachten sei der Verwaltung knapp drei Wochen bekannt. Er untersage die Weiternutzung der Halle, wenn sie nicht bis Ende März ein neues Dach erhält. Bis dahin muss das Dach alle 14 Tage überprüft werden. Für die Sportler bestehe keine Gefahr, sagte Hunsteger-Petermann.

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Mobile Halle am Hallohpark

Seit Eintreffen des Gutachtens haben Vereinsvorstand, Verwaltung und die Ratsvertreter der Großen Koalition mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Die mobile Sporthalle wird an der Stelle der ehemaligen Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule aufgebaut. Eine Verlagerung der Hallenzeiten auf andere Sporthallen sei nicht möglich gewesen. Dafür sei der drittgrößte Verein der Stadt mit seinen 2000 Mitgliedern zu groß, sagte der Oberbürgermeister.

In der mobilen Halle können alle Sportarten betrieben werden, bei denen keine Geräte im Boden verankert werden müssen. Durch eine Umorganisation der Belegung soll erreicht werden, dass alle Sportler auch weiterhin trainieren können, nur manche in einer anderen Halle. Die Bauzeit für eine solche Halle beträgt zehn bis zwölf Wochen, bei höherer Ausstattung auch etwas länger.

Diese führenden Vereinsmitglieder und Politiker haben sich nachhaltig um eine Lösung gekümmert.

Sanierung wäre nicht wirtschaftlich

Wie eine endgültige Lösung aussieht, steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass eine Sanierung der Ferdi-Hübner-Halle nicht mehr wirtschaftlich ist. Sie bräuchte nicht nur ein komplett neues Dach, sondern müsste insgesamt mit großem Aufwand erneuert werden. Sie habe schon von Anfang an Baumängel gehabt, so der Oberbürgermeister.

Bis zur Verabschiedung des Haushalts 2021/2022 soll eine endgültige Lösung erarbeitet werden, um das Geld dafür bereitzustellen.

„Dass die Schäden so stark sind, hat uns überrascht“, sagte der 1. Vorsitzende, Nils Fiedlers. „Man hat uns mitgeteilt, dass wir unsere Heimat verlieren. Aber Sicherheit geht vor. Der Stadt sind wir dankbar, dass sie und so schnell eine Option eröffnet hat. Der Vorstand trägt das komplett mit“, sagte er. „Wir lassen den Verein nicht allein“, versprach Thomas Hunsteger-Petermann.

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