Bockum-Höveler FDP fragt nach Folgen der "Chaos-Tage"

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Auch an der Sophie-Scholl-Gesamtschule haben die Schüler der Abschlussklassen Schäden verursacht. Die FDP will wissen, wie hoch sie sind und wer sie bezahlt.

Bockum-Hövel - Die Chaostage zu wörtlich genommen: Sowohl an der Albert-Schweitzer-Schule als auch an der Sophie-Scholl-Gesamtschule war die eigentlich spaßige Aktion der Abschlussklassen aus dem Ruder gelaufen. Nun stellt die FDP eine Anfrage zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung.

Die Bockum-Höveler freien Demokraten machen deutlich, dass es sich dabei keinesfalls um „Dummejungenstreiche“ gehandelt habe. Die diesjährige Aktion, bei der die Jugendlichen ihren letzten Schultag feiern wollten, sei völlig aus dem Ruder gelaufen.

Es seien Busse verunreinigt worden und auch an den Schulen seien erhebliche Schäden entstanden. „Einmal davon abgesehen, dass ein solches Verhalten weder ein gutes Licht auf die Schulen, noch auf den Bezirk wirft, stellt sich die Frage, wer für die Behebung der dabei entstandenen Schäden an öffentlichem Eigentum aufkommt“, heißt es in der Anfrage. Darum dränge sich der FDP-Fraktion unweigerlich die Frage auf, ob es stimme, dass an der Sophie-Scholl-Gesamtschule Teile der Schließanlage durch Sekundenkleber funktionsuntüchtig gemacht worden seien und wenn ja, wie hoch der Schaden sei und wer dafür aufkomme. 

Im Umfeld beider Schulen befinden sich Wohngebiete, von denen Anwohner in der Nacht des Geschehens, teils im 30-Minuten-Takt, die Polizei alarmierten. Diese rückte stets aus, verwies die jugendlichen des Platzes.

Die FDP fragt diesbezüglich an, ob es auch nach der Nacht noch Beschwerden von Nachbarn gegeben habe und womöglich sogar Vandalismusschäden zu beklagen seien.

Ein weiterer Punkt der Anfrage ist der Umgang der Schulen mit den randalierenden Jugendlichen. So möchte die Fraktion von der Verwaltung wissen, ob die Schulen Gespräche mit den jeweiligen Schülern geführt hätten und was die Schulleitungen tun wollen, um das Ausmaß der Chaostage künftig im Zaum zu halten.

Im Juni verwies Robert Hampe, Leiter der Albert Schweitzer-Schule, auf Anfrage unserer Zeitung auf die Gesamtschule. An seiner Schule seien die Chaostage harmlos und friedlich verlaufen. Der Schulleiter der Sophie-Scholl-Gesamtschule, Manfred Lindemann, räumte ein, dass es im Rahmen der Chaostage an seiner Schule zu Ausschreitungen gekommen war. Die betroffene Schüler hätten mit disziplinarischen Konsequenzen zu rechnen, zwei von ihnen seien sogar von der offiziellen Entlassungsfeier ausgeschlossen worden.

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