Scholl-Gesamtschule und Schweitzer-Schule

"Chaos-Tage" laufen aus dem Ruder: Polizei-Einsätze in Bockum-Hövel

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Hamm - Bei ihren so genannten Chaos-Tagen anlässlich ihres letzten Schultages haben einige Zehntklässler in Bockum-Hövel über die Stränge geschlagen. In der Nacht zu Mittwoch und am Mittwochmorgen gab es mehrere Polizeieinsätze.

Etwas zu wörtlich genommen haben Zehntklässler aus Bockum-Hövel am Dienstag und Mittwoch den Begriff der Chaos-Tage. Die eigentlich spaßig angelegten Aktionen anlässlich des letzten Schultages liefen an der Sophie-Scholl-Gesamtschule und der Albert-Schweitzer-Schule teils aus dem Ruder. Mehrfach rückte die Polizei aus, um die „Chaoten“ an die Leine zu nehmen.

Bereits in der Nacht zu Mittwoch gab es mehrere Beschwerden von Anliegern der Stefanstraße wegen Ruhestörungen. Im Halbstundentakt rückte die Polizei ab 22.50 Uhr aus, ermahnte die Jugendlichen und sprach Platzverweise aus. Gegen Mitternacht wurde an einer Bushaltestelle randaliert. Elf junge Leute wurden von den Beamten angetroffen und mit zur Wache genommen, wo sie dann von ihren Eltern abgeholt werden mussten. Bestritten wurde von den 15- bis 17-Jährigen, dass sie an dem Busstopp einen Mülleimer abgetreten hätten.

Am Mittwochmorgen wurde wieder Chaos gestiftet. Ein Bus der Stadtwerke wurde vor der ehemaligen Hardenbergschule (heute Schweitzer-Schule) laut Polizei unter anderem mit Eiern eingedeckt und beschmiert. Materieller Schaden entstand nicht. Der Busfahrer habe einen Hilferuf abgesetzt, sagte Polizeisprecher Ulrich Biermann. Gegen 7.45 Uhr sei die Polizei vor Ort gewesen und habe angeordnet, dass die Schüler die mit Unterrichtspapieren übersäte Stefanstraße fegen mussten.

Schweitzer-Schulleiter Robert Hampe nahm seine Schüler wegen des morgendlichen Einsatzes ausdrücklich in Schutz. „Das waren keine Schüler von uns, sondern welche von der Gesamtschule. Bei uns ist diesmal alles harmlos verlaufen“, sagte Hampe.

Manfred Lindemann, Schulleiter der Scholl-Gesamtschule, räumte ein, dass einige wenige Schüler über die Stränge geschlagen hätten. Zwei Zehntklässler dürften deshalb am Donnerstag auch nicht an ihrer Entlassfeier teilnehmen.

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