Bockum-Höveler Bürgerinitiative macht Dampf

Protest gegen Schließung von "St. Jupp" wird wütender

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Bockum-Hövel - Die Proteste gegen die geplante Schließung des St.-Josef-Krankenhauses werden jetzt lauter: Aus der Interessengemeinschaft (IG) ist eine Bürgerinitiative (BI) hervor gegangen, die für den Erhalt von „St. Jupp“ kämpfen wird.

„Wir lassen uns so schnell nicht kleinkriegen“, gibt die einstimmig gewählte Sprecherin, Marina Weber, die Marschrichtung vor. Die Anwesenden im Haus der Begegnung zeigten sich bei der Gründung der BI wütend, fühlten sich von den Entscheidungsträgern der St.-Franziskus-Stiftung vor vollendete Tatsachen gestellt.

„Mit den Bürgern ist nicht einmal vorher gesprochen worden. Bevor man so eine gravierende Nachricht in die Öffentlichkeit setzt, hätte man zumindest die Politiker einschalten sollen“, so Hartmut Weber. Die Aufstellung eines Rahmenplans sei ein „Feigenblatt“, der Abriss über die Köpfe hinweg geplant und über die Nachnutzung des Grundstücks bereits entschieden.

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Völlig überraschend sei die Nachricht von der Schließung gekommen. Vor zwei Jahren noch habe der Sportverein „Gesundheit und Fitness“ in Absprache mit der Geschäftsleitung auf eigene Rechnung in die Instandhaltung des Bades investiert. „Und ein paar Monate später erfahren wir dann das, obwohl man uns vorher versichert hat, dass eine Schließung gar nicht im Raume steht“, kritisierte Schatzmeisterin Christel Jozwiak.

Marina Weber (links) wurde zur Sprecherin der Bürgerinitiative gewählt.

So will die BI erfolgreich sein:

Die verbleibenden zwei Jahre will die BI nutzen, um den Protest gegen die Schließung zu verstärken. Man wolle die Verwaltung damit beauftragen, Investoren zu finden, die im Sinne der BI investieren wollen. Zudem soll sie nach der Stiftungsurkunde forschen. Wenn diese die Zweckbindung des Grundstücks begründe, wäre dies eine Chance, rechtliche Ansprüche geltend zu machen.

Darüber hinaus sollen Flyer erstellt, die Unterschriftenliste und die Facebookgruppe mit 4000 Mitgliedern fortgeführt sowie Plakate mit der Forderung aufgehängt werden. Die Franziskus-Stiftung müsse an ihre christliche, moralische und gesellschaftliche Pflicht erinnert werden.

Gemeinsam mit der Stadt Hamm und den Politikern will die BI Druck ausüben, damit der Träger die Entscheidung überdenkt. „Dann sehe ich da nicht ganz so schwarz“, sagte Weber.

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