Anlieger-Frust (nicht nur) wegen Straßensanierung

Gelbwesten-Protest in Bockum-Hövel sabotiert

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Mit Westen und Plakaten demonstrieren die Anwohner ihren Protest.

Hamm – Gelbe Westen und Schilder als Zeichen des Protestes gibt es jetzt auch in Bockum-Hövel. Das gefällt offenbar aber nicht jedem.

Die Anwohner der Bäumerstraße, der Wilhelm-Wiehe-Straße und der Straße Zum Hülsen haben sie herausgehängt, um gegen die Erhebung von Anliegergebühren für den Umbau ihrer Straßen zu demonstrieren. Sollen sie doch teilweise um die 10.000 Euro für ein rund 100 Quadratmeter großes Straßenstück vor ihren Grundstücken zahlen. „Dafür legen wir Marmor“ hatten sie schon bei einem Ortstermin im vergangenen Jahr ihrem Unmut Luft gemacht.

Mit dem Protest waren aber einige möglicherweise nicht einverstanden oder es waren einfach nur „hirnlose, randalierende Menschen“, wie es hieß, die in der Nacht zu Sonntag mehrere von den 85 Westen und Schildern abgerissen oder beschädigt hatten. Die Betroffenen geben aber nicht auf.

Ähnliche Aktionen auch anderswo

Die Anwohner Ulli Ende und Petra Stephan haben die Initiative ergriffen und all ihre Leidensgenossen mit der Bitte angeschrieben, die Aktion zu unterstützen. Sie verweisen auch auf ähnliche Aktionen von Bürgern an der Lippestraße und in Heessen.

Ziel sei es, sich zunächst vor Ort zu solidarisieren und in einem zweiten Schritt einen Zusammenschluss der betroffenen Bürger zu erreichen, um als Gemeinschaft mit großer Teilnehmerzahl noch mehr Druck auf die Stadt ausüben zu können. „Wir sollten uns nicht ohne Protest und Widerspruch einfach unserem Schicksal ergeben,“ appellieren die beiden Anlieger an ihre Nachbarn.

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