Folge der Stilllegung des Gersteinwerks  

Anfang vom Ende der Werne-Bockum-Höveler Bahn?

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Die Ampel der Werner Bahn an der Römerstraße sind verhängt.

Bockum-Hövel – Der Netzbetreiber Amprion hat an der Werne-Bockum-Höveler Bahn sämtliche Schranken abmontieren und Warnlichter verhängen lassen. Das Unternehmen begründet das mit der stark eingeschränkten Nutzung der Strecke seit der Stilllegung des Gersteinwerks in Stockum.

Die zwölf Kilometer lange eingleisige Strecke verbindet das frühere Steinkohlenkraftwerk in Stockum mit dem Bahnhof Bockum-Hövel. Auf Hammer Stadtgebiet gibt es hier fünf Bahnübergänge. Bis zur Stilllegung des letzten Kohleblocks in Stockum im März dieses Jahres waren auf der Strecke regelmäßig Kohlenzüge unterwegs. Jetzt, so ein Amprion-Sprecher, gebe es nur noch gelegentliche Fahrten, um größere Anlagenteile aus dem Kraftwerk zu transportieren. Dafür sei die bisherige Sicherungstechnik aber nicht mehr erforderlich. 

Um Irritationen von Verkehrsteilnehmern durch möglichen Fehlfunktionen zu vermeiden, habe man Lichter und Schranken außer Betrieb genommen, so der Sprecher weiter. Für die vereinzelt noch notwendigen Fahrten würden die Bahnübergänge dann mit Streckenposten gesichert. Grundsätzlich wolle Amprion die Strecke aber weiter betreiben. 

Die Werne-Bockum-Höveler Eisenbahn war im Jahr 1902 für den Kohlentransport der Zeche Werne gebaut worden. Bis 1985 fand hier auch Personenverkehr statt. Im Masterplan Verkehr der Stadt Hamm ist die Strecke Teil eines geplanten Stadtbahnnetzes, eine Umsetzung gilt aber als unwahrscheinlich.

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