Neues Wohngebäude und Belebung der Höveler City

Abriss des Traditions-Schuhhauses Oles ermöglicht Durchstich

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Die Einfahrt zum Garagenhof neben dem Schuhhaus Oles will Investor Cevdet Karademir im Rahmen eines Grundstückstausches an die Stadt geben. Mit dem Abriss de Garagen kann der Durchstich zur Oswaldstraße erfolgen.

Bockum-Hövel – Der Durchstich zur Oswaldstraße wird möglich: Wenn im Oktober das Schuhhaus Oles an der Marinestraße nach 107 Jahren schließt, soll das Gebäude abgerissen werden. Die Eigentümerfamilie hat es an Investor Cevdet Karademir verkauft, der dort ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen errichten will.

Der Bockum-Höveler Geschäftsmann ist mit seinen Unternehmen Plan-Bau und Immo Plan seit 2004 im Gewerbegebiet Radbod ansässig. Er hat die Immobilie im Juni dieses Jahres erworben und möchte sie auch noch in diesem Jahr abreißen, um im kommenden Jahr mit dem Neubau beginnen zu können. Derzeit würden noch die Zeichnungen angefertigt, um den Bauantrag stellen zu können, heißt es. 

Entstehen soll ein dreieinhalbgeschossiges Gebäude mit Satteldach. Geplant sind drei Wohnungen mit je 75 Quadratmetern Wohnfläche, drei mit je 95 Quadratmetern Wohnfläche und ein Penthouse mit 120 Quadratmetern Wohnfläche. Die sechs Wohnungen sollen mit Balkonen ausgestattet werden. Und das Penthouse bekommt eine Terrasse. „Das Gebäude erhält einen Aufzug und wird schwellenlos“, sagt Karademir.

Die Wohnungen seien frei finanziert. Derzeit mache es aufgrund der niedrigen Zinsen wirtschaftlich wenig Sinn, eine öffentliche Förderung in Anspruch zu nehmen, so Karademir. Über die Höhe seiner Investition mochte er jedoch nicht sprechen. Er plane das Haus nach Fertigstellung komplett an einen Investor als Kapitalanlage abzugeben.

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Mit dem Verkauf des Schuhhauses Oles ergab sich für die Stadt Hamm auch seit vielen Jahren erstmals die Gelegenheit, den seit Jahrzehnten erwünschten Durchstich von der Marinestraße zur Oswaldstraße zu verwirklichen. Damit soll die Oswaldstraße besser ans Einkaufszentrum und an den Marktplatz angeschlossen werden, um insgesamt zu einer Attraktivitätssteigerung und Belebung der Höveler City beizutragen. 

Wie Karademir berichtet, ist er ebenfalls dazu bereit, das zu ermöglichen. Es gebe einen Vertragsentwurf, der beim Notar liege. Um den Durchstich zu verwirklichen, würden Grundstücke getauscht. Im Hof des Schuhhauses stünden städtische Garagen. Karademir zeigte sich optimistisch, dass dieses Vorhaben auch umgesetzt wird.

Mit seinen Unternehmen ist Karademir kein Unbekannter in Bockum-Hövel. Nach eigener Aussage hat er viele Gewerbeimmobilien im Gewerbegebiet Radbod gebaut. Zuletzt errichtete er auf dem Gelände der ehemaligen Schreinerei Fritz Dabrock an der Friedrich-Ebert-Straße und an der Ecke Horster Straße/Kramannstraße Mehrfamilienhäuser.

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