Archäologische Untersuchung vor Baubeginn 

Abriss des Weltkriegs-Bunkers am Hallohpark erstaunlich einfach

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Der Bunker hinter dem ehemaligen Schwesternwohnheim am St.-Josef-Krankenhaus wurde bereits abgebrochen. Das Gelände wird zurzeit für die Bebauung vorbereitet.

Bockum-Hövel - Ein Bunker sollte eigentlich mehr Widerstand leisten. Doch der Abriss des Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg im Schatten des St.-Josef-Krankenhauses und neben dem Hallohpark ging schnell. Drei Gebäude und eine Tiefgarage sollen auf der Fläche im kommenden Jahr entstehen. 

Der Bunker ist schon abgebrochen. In dieser Woche kommt die ehemalige Sterntaler-Kita dran. Das Bauunternehmen Heckmann bereitet gerade den Bau von 43 Eigentumswohnungen im Schatten des St.-Josef-Krankenhauses und neben dem Hallohpark vor. Drei Gebäude und eine Tiefgarage sollen dort im kommenden Jahr entstehen.

Erstaunlich problemlos sei der Abriss des Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg verlaufen, berichtet Reinhold Gierse, Geschäftsführer bei Heckmann. Offensichtlich habe man beim Bau im Jahr 1942 schon nicht mehr so viel Eisen für die Armierung gehabt. Das meiste sei wohl für Kriegsmaterial verwendet worden. Nur sechs bis acht Millimeter dicke Stäbe seien verbaut worden. Die Wandstärke habe maximal einen Meter betragen, so Gierse. Allerdings soll der Bunker zum Schutz noch kegelförmig mit Abraum von der Zeche bedeckt gewesen sein, damit eine Bombe wegrollen sollte.

Archäologen vermessen Bunker

Wie Gierse weiter berichtet, war auch der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) als Obere Denkmalschutzbehörde vor Ort. Dr. Eva Cichy habe den Bunker ausführlich vermessen und fotografiert, um eine Dokumentation für die Nachwelt anzufertigen.

Datumsplatte des Kindergartens 

Als nächstes wird in dieser Woche das Gebäude der ehemaligen Kita in Angriff genommen, so Gierse. Bei den vorbereitenden Arbeiten habe man im Eingangsbereich eine Datumsplatte sowie ein Kupferrohr gefunden. Diese Teile stammten aus dem Jahr 1971. „Wir möchten sie gerne der Kirchengemeinde als damaligem Bauherrn zurückgeben. Sie haben sicherlich eine gute Verwendung dafür oder können es in ihr Archiv aufnehmen“, sagt Gierse. 

Wohnungsvermarktung ab Jahresbeginn

Als drittes Gebäude steht schließlich noch die ehemalige Schreinerei auf dem Grundstück. Sie soll zuletzt abgerissen werden. Das soll noch in diesem Jahr erfolgen. Je nach Witterung beginnt im ersten Quartal des kommenden Jahres der Bodenaushub für die Neubauten. Auch mit der Vermarktung der Wohnungen werde man zu Beginn des nächsten Jahres anfangen, so Gierse.

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