Landrat-Wilhelm-Deist-Weg eröffnet

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Bis zu 25 Bürger fanden sich zur Benennung des Landrat-Wilhelm-Deist-Weges ein.

BOCKUM-HÖVEL -  Zum 60. Mal jährte sich am Dienstag der Todestag des ehemaligen KAB-Sekretärs und Landrats Wilhelm Deist aus Bockum-Hövel. Zu seinen Ehren wurde am Dienstag der Weg an der Kreuzung Römerstraße/Ermelinghofstraße in Landrat-Wilhelm-Deist-Weg benannt.

Schon in der vergangenen Woche war die Maßnahme in der Sitzung der Bezirksvertretung beschlossen worden. Bezirksvorsteher Udo Helm, Ortsheimatpfleger Günther Bachtrop, der langjährige KAB-Sekretär Franz-Josef Nordhaus, Familienmitglieder Deists sowie einige interessierte Bürger wohnten der Neubenennung des Weges unweit von Deists früherem Wohnhaus Am Wemhof bei. „Ich meine, dass das ein würdiger Hinweis auf jemanden ist, der so viel für Bockum-Hövel getan hat“, sagte Helm in einer kurzen Ansprache nach der Enthüllung des Straßenschildes.

Die Idee zu der Benennung hatte Deists Enkel Hans-Peter Ickemeyer. In frühlingshafter Atmosphäre erinnerte sich Ickemeier, früherer Wirtschaftsförderer der Stadt London, an den Todestag seines Großvaters vor 60 Jahren: „Damals war es regnerisch und kalt und nicht so gemütlich wie heute.“ Im Laufe des vergangenen Jahres war dem Enkel die Idee gekommen, „dass man so einen verdienten Mann mal ehren sollte“.

Wilhelm Deist wurde 1898 geboren und wurde 1932 Arbeitersekretär bei der KAB für den Bezirk Beckum-Lüdinghausen-Hamm-Soest-Arnsberg. In der KAB war Deist nach Angaben seines Nach-Nachfolgers Franz-Josef Nordhaus „bis heute bekannt“. 1945 wurde Deist Vorsitzender der CDU in Bockum-Hövel, im Januar 1946 Kreisparteivorsitzender der CDU in Lüdinghausen. Mit dem 1. Oktober 1946 übernahm er das Amt des Landrates im Kreis Lüdinghausen.

Zwei Wochen darauf wurde er Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages. Deist übernahm zudem Ehrenämter, setzte sich für die Bekämpfung der Wohnungsnot und von Elendsquartieren ein. - cm

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