Bobes Alpaka-Ranch

Kulleraugen inklusive: Wandern, Campen und Yoga mit Alpakas und Lamas in Hamm

Auf dem Hof Bobe werden Wanderungen mit Alpakas und Lamas angeboten.
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Setzen auf die Ausstrahlung von Lamas und Alpakas: Nina und Matthias Bobe mit (von links) Lana, Luna, Shadow und Uwe.

Man muss sie einfach lieben, die Alpakas und Lamas auf dem Hof Bobe. Und sobald es die Pandemie zulässt, sollen Wanderungen mit ihnen angeboten werden.

Daberg – Große, schwarze Augen blitzen. Uwe und Karl halten respektvollen Abstand. Aber sie sind neugierig. So neugierig, dass die beiden Alpakas sich nach ein paar Augenblicken in Bewegung setzen und näher kommen. Lana und Luna, zwei unzertrennliche Lamas, sind schon längst dabei, genau in Augenschein zu nehmen, wer da auf ihrer Weide steht.

Bobes Alpaka-Ranch: Fünf Alpakas und zwei Lamas

Besucher auf Bodes Alpaka-Ranch laufen Gefahr, sich spontan zu verlieben. Nicht umsonst heißt es, dass ein Blick in die großen Kulleraugen reicht, um sein Herz zu verlieren. Und Matthias (25) und Nina (24) Bobe haben gleich fünf der sanften Tiere, um Alpaka-Wanderungen für kleine Gruppen anzubieten.

Die Idee kam ihnen, als sie überlegten, wie sie mehr Besucher auf den Hof von Matthias Eltern locken können. Denn der gelernte Elektriker studiert Elektrotechnik und die gelernte Konditorin arbeitet in Soest als Eiskonditorin. „Perspektivisch möchten wir aber den Hof von meinen Eltern übernehmen“, sagt er.

Landwirtschaft und Tourismus clever verbinden

Landwirtschaft funktioniere heutzutage aber vor allem auf zwei Arten: „Entweder im riesigen Stil oder mit Tourismus.“ Dass Bobes die Besucher mit Alpakas locken möchte, hat mehrere Gründe. Zum einen sollten es ruhige Tiere sein, da ihre Weiden und der Stall, bei dessen Bau Matthias Onkel Dirk viel Schweiß vergossen hat, direkt hinter einem Haus stehen. Zum anderen sei die Haltung von Alpakas und Lamas nicht so aufwendig wie ein Milchviehbetrieb.

„Wir müssen nicht um fünf aufstehen und melken. Es reicht, wenn wir füttern, tränken und jeden Tag nach dem Rechten schauen“, sagt Bobe. Außerdem vermittelten Alpakas eine tiefe Ruhe und helfen Menschen zu entspannen, die Gedanken loszulassen und den Moment zu genießen.

Bobes Alpaka-Ranch: Termine auf Homepage

Sobald die Pandemielage es zulässt, soll es losgehen mit den Wanderungen, deren Termine auf der gerade entstehenden Internetseite veröffentlicht werden. Etwa zwei Stunden wollen die Bobes mit ihren Gästen auf den Feldwegen in der Umgebung unterwegs sein. Am liebsten seien die Tiere zusammen unterwegs, erzählt der 25-Jährige, auch wenn sie nicht immer zur selben Herde gehörten.

Landautomat

Wer ein Stückchen Alpaka in Seifenform für zu Hause sucht, der wird am Landprodukteautomat – kurz Foodbox – fündig. Den Automaten haben Matthias und Nina Bobe als kleinen Hofladen ohne feste Öffnungszeiten auf dem Hof aufgestellt, um regionale und eigene Produkte zu verkaufen. Darin finden sich Eier – teils auch zu Eierlikör verarbeitet – und Grillgut aus der Schweinemast. Der Honig kommt von Imkern aus der Nachbarschaft und für den süßen Zahn gibt es Kuchen im Glas wie Kalte Schnauze oder Zitronenkuchen, im Winter Christstollen. Nur der Käse ist nicht ganz aus der Region, sondern aus der Schaukäserei von Matthias Bobes Tante. Die Alpakaseife ist regional: Sie stammt von den fünf Alpakas der Ranch. Deren Wolle schicken Matthias und Nina Bobe an einen Spezialisten, der daraus Seife herstellt.

„Am 2. März 2019 haben wir die ersten beiden Alpakas aus dem Hammer Tierpark übernommen“, erinnert Bobe sich. Das Mutter-Tochter-Gespann Zora und Shadow sollte aus dem Tierpark ausziehen und fand auf der Alpaka-Ranch ein neues Zuhause. Im Mai kamen die Wallache Chewbacca und Karl dazu.

Lamas und Alpakas bilden gemeinsame kleine Herde

Komplettiert wird die Runde durch Uwe, den Sohn von Zora, der auf der Anlage geboren wurde. „Aber auf unseren Test-Wanderungen haben wir gemerkt, dass es gut ist, wenn man zum Beispiel Getränke mitnehmen kann“, erzählt er. Alpakas sind aber keine Lastentiere. Lamas schon. Fünf bis zehn Kilogramm können sie gut tragen. Die Bobes nahmen Kontakt mit einem Züchter aus dem Harz auf.

Von dort zog Lana nach Hamm. Weil sie die Lama-Stute nicht allein halten wollten, nahmen sie noch die jüngere Luna, bis dahin im Tierpark Hamm zuhause, zu sich. Die beiden seien schnell unzertrennlich gewesen. Aber auch mit den Alpakas haben sie sich zu einer richtigen kleinen Herde zusammengefunden. „Wenn wir nur einige Tiere auf eine Wanderung mitnehmen, stehen die anderen am Zaun und schauen uns hinterher.“

Neugierige Augen dürften die sieben Tiere auch machen, wenn ihre Besitzer ihre weiteren Ideen umsetzen: Camping und Yoga auf der Alpaka-Wiese soll es geben – Schockverliebtheit beim Blick in die schwarzen Kulleraugen inklusive.

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