Blutspender trotzen Schnee: Riesenerfolg in Zentralhallen

In den Zentralhallen ließ sich die Veranstaltung gut unter Corona-Auflagen durchführen.
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Eine Arena für den Hammer Blutspendemarathon: In den Zentralhallen ließ sich die Veranstaltung gut unter Corona-Auflagen durchführen.

Erst Corona und dann auch noch Schnee: Zugegebenermaßen waren die Bedingungen für den zwölften Hammer Blutspendemarathon am Sonntag in den Zentralhallen alles andere als ideal. Und doch lief fast alles reibungslos ab – bis auf einige wetterbedingte Absagen von Blutspendern und ehrenamtlichen Helfern sowie einer kurzen Verspätung der Material-Lkw.

Hamm - Im Vergleich zu den vorherigen Veranstaltungen war vieles anders: Von Vorteil war etwa die Einbahnstraßen-Regelung, durch die die Spender von der Anmeldung über das Fiebermessen bis hin zur Blutabnahme und dem Ausruhen alles leicht überblickbar und zügig der Reihe nach durchlaufen konnten – coronakonform. Möglich machten dies die Größe der Zentralhallen und die gute Organisation der hauptamtlichen Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes West sowie der vorwiegend ehrenamtlichen Helfer des DRK-Kreisverbandes Hamm.

Was ebenfalls sehr gut ankam, war die Terminvergabe, durch die Wartezeiten vermieden wurden. „So ist es sehr angenehm“, sagte Ulrich Milde, der am Sonntag zum 100. Mal sein Blut spendete. Ein Vorteil: Dank eines festen Termins könne man besser planen. Insgesamt dauere das ganze Prozedere 45 Minuten, schätzte Milde, während er sich entspannt von den Ärzten „anzapfen ließ“. Ob’s wehtut? „Man kann es aushalten“, meinte der Hammer, für den eine Absage seiner Teilnahme trotz der schwierigen Wetter- und Verkehrsbedingungen nicht in Frage kam. Denn: „Ich sehe es als soziales Engagement an.“

Um Blutspender wie Ulrich Milde kümmerten sich die 47 ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes Hamm. So auch Bianca Linke, die die Blutspender nach einer zusätzlichen Typisierung für die Stammzellenspende fragte. Dass sie ihre freie Zeit an einem Sonntag für den guten Zweck opferte, war für sie eine Selbstverständlichkeit. „Es gehört dazu“, fand sie, die sich später über viele positive Rückmeldungen von Spendern freute. „Viele sagen ,Danke’ und dass alles gut geklappt habe“, so Linke.

„Wahnsinniger Einsatz“ der Spender und Helfer

Ein Dankeschön an die Blutspender und die ehrenamtlichen Helfer gab es auch von der DRK-Kreisverbandspräsidentin Vera Dunkel-Gierse „an alle, die sich besonders in einer Pandemie für andere einsetzen“. Der „wahnsinnige Einsatz“ der Spender und Helfer, so fügte Bürgermeisterin Monika Simshäuser an, verdiene viel Respekt.

Mit insgesamt 388 der 627 angemeldeten Blutspender beziehungsweise rund 62 Prozent, kamen dabei deutlich mehr, als angesichts des Schneetreibens vom DRK erwartet worden war. „Sehr erfreulich ist auch, dass 76 Erstspender kamen – das haben wir sonst nur bei Teilnehmerzahlen von über 600“, sagte Kreisrotkreuzleiterin Angelika Wagner.

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