Südring-Blitzer erwischt 521 Temposünder: Gibt es illegale Rennen in Hamm?

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Am Südring wird nach wie vor gerne schnell gefahren.

Hamm - Gut sechs Wochen steht der Blitzer am Südring, und mit schöner Regelmäßigkeit erfasst die Kamera Autos mit überhöhter Geschwindigkeit. 521 Verstöße registrierte die Stadt zwischen der Scharfschaltung am 3. August und dem vergangenen Samstag. „Spitzenreiter“ bleibt nach wie vor ein Autofahrer, der am 10. August mit 103 Kilometer pro Stunde geblitzt wurde.

Ein teurer Fahrspaß: Laut Bußgeldtabelle sind dafür nicht nur 280 Euro fällig, sondern auch zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Zudem muss der Geschwindigkeitskönig vom Südring seinen Führerschein für zwei Monate abgeben. 

401 der 521 Verstöße ereigneten sich laut Stadt im August. Insgesamt wurden 31 Fahrzeuge mit mehr als 20 Kilometer pro Stunde zu viel gemessen (80 bis 100 Euro Bußgeld, ein Punkt und im Wiederholungsfall ein Monat Fahrverbot). Fünf Fahrzeuge lagen über 30 Kilometer pro Stunde über dem erlaubten Höchsttempo von 50 (einmonatiges Fahrverbot, 160 Euro, zwei Punkte). 

Anwohner hatten sich wiederholt auch über nächtliche Rennen beklagt. Mit 22 liegt die Mehrzahl der Verstöße ab 20 Kilometer pro Stunde aufwärts allerdings in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr. 14 wurden in den Stunden zwischen 22 und 6 Uhr registriert. 

Zwar kann die Stadt keine genauen Angaben über die verhängten Bußgelder machen, legte man als groben Richtwert aber den durchschnittlichen Bußgeldbetrag für 2016 von 27,68 Euro pro Verstoß zugrunde, würde dies am Südring Einnahmen von rund 14 400 Euro in den ersten sechs Wochen entsprechen. Zwischen 80 000 und 90 000 Euro hat der Blitzer in der Anschaffung gekostet. 

Mit 203 fiel die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße an der Kreuzung Hafenstraße/Nordstraße/Adenauerallee deutlich geringer aus. Die Stadt hatte hier ein altes Gerät, das nur Rotlichtverstöße registrierte, gegen einen Blitzer der neuesten Generation mit Geschwindigkeitsmessung ausgetauscht. Im Blickwinkel befinden sich Fahrzeuge, die von der Hafenstraße kommend in Richtung Hammonense fahren. 

Der „Spitzenreiter“ wurde am 23. Juli um 16.49 Uhr mit 89 Kilometer pro Stunde gemessen. Das bedeutet ein Bußgeld von 160 Euro, zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat. Rein rechnerisch käme die Stadt für diesen Zeitraum hier auf Einnahmen von rund 5600 Euro. 

Rotlichtverstöße konnte die Stadt noch keine ahnden. Das Gerät müsse noch auf die Ampelanlage eingestellt werden, sagte ein Stadtsprecher.

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