Bilanz für die Stadt Hamm 2018

Immer mehr Blitzer-Fallen, immer mehr Blitzer-"Opfer"

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Mobiler Blitzer der Stadt Hamm an der Fangstraße.

Hamm - Die Blitzer im Hammer Stadtgebiet haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld in die Stadtkasse gespült als in den Vorjahren. Vorrangig liegt das an der Zunahme der Überwachungsaktivitäten.

Die von der Stadt übermittelten Daten bestätigen den Trend stetig weiter steigender Trefferzahlen der Vorjahre. Demnach lösten die verschiedenen Blitzer 2018 insgesamt 198.155 Mal aus. 2017 lag diese Zahl bei 184.724, 2016 noch bei 153.975 und 2015 bei 146.648. Hinzu kommen nicht näher definierte Zahlen der Hammer Polizei, die im Stadtgebiet allerdings mit weit weniger Geräten unterwegs ist als die Stadt.

Die materiell teuersten Messstellen sind dabei zugleich die effektivsten: 100.252 Mal wurden Verkehrsteilnehmer von den stationären Säulen erfasst; alle mobilen Blitzer und der seit der Jahresmitte eingesetzte Trailer blieben zusammen unter diesem Wert.

Die Blitzsäule an der Zollstraße.

Der einträglichste Standortblitzer ist dabei zum wiederholten Male jener an der Zollstraße in Uentrop: Dort waren 2018 mehr als 22.300 Fahrzeuge zu schnell unterwegs; im Schnitt wurden also jeden Tag mehr als 60 Fahrzeugführer erwischt. Die Säule an der Unnaer Straße folgt mit 19.300 Blitzen knapp dahinter. Weit weniger Fälle – und damit die geringsten Zahlen im Stadtgebiet – wurden mit 409 an der Ahornallee sowie an der Ahlener Straße (787) und am Südring (879) verzeichnet.

Achtung, Autofahrer: Hier wird in Hamm geblitzt!

Bei der Durchsicht der besonders auffälligen Straßen fällt vor allem die Lipperandstraße immer wieder auf. Das dort in weiten Teilen erlaubte Tempo 100 scheint vielen Nutzern bei weitem zu gering zu sein: Im Jahresverlauf wurden dort mehrere Fahrer mit Geschwindigkeiten knapp unter und sogar über Tempo 200 erwischt. Unter anderem blitzte die Polizei dort Ende Oktober gleich zwei Fahrer mit Tempo 194 beziehungsweise 202, der Trailer löste dort Ende Juni einmal bei 198 aus. Erlaubt war in allen Fällen „nur“ Tempo 100.

Kein Lerneffekt: Blitzlichtgewitter am Kino

Trotz allem: Die steigende Zahl der gemessenen Verstöße ist für die Stadt kein Beleg für eine Zunahme der tatsächlichen Verstoßzahlen. Sie sei vielmehr auf zusätzliche stationäre und mobile Überwachungsmaßnahmen sowie den Trailer-Einsatz zurückzuführen, bewertet Stadtsprecher Lukas Huster die Angaben. Tatsächlich sehe man in der Tendenz sogar eher einen leichten Rückgang.

Wie Polizeisprecher Christopher Grauwinkel ergänzt, habe die Ergiebigkeit der Maßnahmen obendrein keine Bewandtnis: Es gehe ja darum, Unfälle mit schweren Folgen zu verhindern.

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