„So bitter es ist"

Schützen akzeptieren Feierverbot - Super-Gau immer im Hinterkopf

Auch dem Westünner Schützenverein fehlen die Einnahmen aus der Vermietung seiner Halle.
+
Auch dem Westünner Schützenverein fehlen die Einnahmen aus der Vermietung seiner Halle.

Einigkeit herrscht unter den sieben Schützenvereinen des Stadtbezirks Rhynern, dass an der Entscheidung gegen alle Schützenfeste in Hamm in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht zu rütteln war.

Rhynern – „Auch die Vereine mit kleineren Festen, die nur auf wenige hunderte Besucher kommen, haben das ohne Wenn und Aber akzeptiert“, erklärte Andre Böning, der als Vorsitzender der Schützengesellschaft Berge stellvertretend für die Vereine aus Rhynern, Allen, Osterflierich, Süddinker, Westtünnen und Berge-Weetfeld-Freiske in der WA-Redaktion meldete. „Die entsprechenden Hygiene-Vorschriften wären bei einer solchen Feier nicht einzuhalten“, so Böning. Nach jetzigem Stand plane auch keiner der sieben Vereine einen Ausweichtermin später im Jahr. „So bitter es ist, aber es wird keine Schützenfeste in diesem Jahr geben. Die Könige bleiben ein Jahr länger im Amt.“

Die finanziellen Auswirkungen für die Vereine werden unterschiedlich sein. „Jeder Verein feiert anders“, so Böning. Die Schützen aus Osterflierich, die Mitte Mai feiern wollten, sind womöglich mit ihren Planungen schon weiter gewesen als die Allener, die Ende August gefeiert hätte. Sehr dankbar sei er, dass der Oberbürgermeister eine Ordnungsverfügung schreiben wird. „So kommen wir besser aus den Verträgen heraus“, hofft Böning. Immerhin haben die Vereine längte schriftliche Vereinbarungen mit Bands, Kapellen, Zeltverleihern und Festwirten getroffen.

Super-Gau immer im Hinterkopf

Fakt ist, dass die Einnahmequelle „Schützenfest“ in diesem Jahr wegfällt. Wenn gleichzeitig die Ausgaben im Rahmen bleiben, dürften die Vereine das Jahr halbwegs schadlos überstehen, hofft Böning. Den Super-Gau in Form eines denkbaren Festausfalls habe ein Vereinskassierer immer im Hinterkopf. Dieser Fall treffe nun ein.

Problematisch könnten allerdings fehlenden Einnahmen aus der Vermietung der Schützenheime werden. Bis auf Rhynern verfügen alle Vereine über ein solches Heim. Der Schützenverein Westtünnen hat sogar eine große Halle, die viel Geld kostet. „Wir bleiben im südlichen Stadtbezirk aber in Kontakt und haben ein gutes Verhältnis, dass wir uns sicherlich immer gegenseitig unterstützen werden“, ist sich Böning sicher.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare