Digitalisierung

Bis Ende März sollen alle Schulen im W-Lan surfen können

Die Offiziellen stellen die neue Digitalisierungswelle für Hamm vor
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Internet bis in die kleinste Ecke: An Hammer Schulen sollen „Access-Points“ für den Zugang mit privaten Geräten eingerichtet werden.

Hamm – Nur ein Drittel der deutschen Schulen war laut einem Bericht der EU digital auf den Lockdown vorbereitet. Dabei ist eine gute digitale Ausstattung an den Schulen in Zeiten von Corona wichtiger denn je. Das hat die Stadt Hamm inzwischen auch erkannt und alle Schulen an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen.

Gleichzeitig werden derzeit alle Bildungseinrichtungen mit Access Points ausgestattet – sie sorgen für W-Lan im ganzen Gebäude. Bis Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Zugang zu dem Netz haben dann alle Schüler und Lehrer – allerdings nicht mit ihren privaten Endgeräten. Damit der Unterricht digital funktioniert, hat die Stadt derweil an allen Schulen knapp 8 000 Endgeräte im Einsatz – weitere rund 4 300 Tablets für Schüler sind bestellt, aber noch nicht geliefert. „Die Geräte kommen nur kleckerweise hier an“, bemängelte Oberbürgermeister Marc Herter. Er könne nicht verstehen, dass ein großer Konzern solche Probleme habe, die Geräte zu liefern, die schon vor über einem halben Jahr bestellt wurden. Unabhängig der Lieferprobleme bewerte er die digitale Ausstattung der Schulen als enorm wichtig. „Deshalb bin ich froh über die Einrichtung des W-Lans. Dennoch werden wir es nicht dabei belassen, sondern weiter in die Digitalisierung investieren“, betonte er. Herter kündigte an, dass die Versorgung mit Access Points ein erster Schritt sei. Geplant ist, dass alle Schulen in Zukunft mit stabileren Systemen ausgestattet werde. Herter: „Darauf wollten wir aber nicht warten.“

Eine Schule, in der die Ausstattung bereits erfolgt ist, ist die Realschule Heessen mit ihren rund 490 Schülern. 20 Access Points wurden vom Hausmeister angebracht und von der Hammer IT-Support (HITS) installiert. Zudem gibt es in der Realschule 107 IPads für Schüler sowie Lehrkräfte. Vor Ort machten sich jetzt Oberbürgermeister Marc Herter, Bildungsdezernentin Dr. Britta Obszerninks, Heessens Bezirksbürgermeisterin Erzina Brennecke und FDP-Fraktionsvorsitzender Ingo Müller ein Bild von dem Ausbaustand der Schulen. Schulleiter Jörg Westhoff jedenfalls freute sich über das W-Lan-Netz, das in der gesamten Schule erreichbar sei. Das biete zahlreiche Vorteile für Schüler und Lehrer, da nun digitale Inhalte besser genutzt werden könnten. Denn eines sei klar: Durch den Distanzunterricht habe sich das Lernen verändert und auch in Zukunft würden digitale Inhalte verstärkt in den Unterricht integriert.

Froh über den zügigen Ausbau zeigte sich FDP-Fraktionschef Ingo Müller. Im Wahlkampf habe seine Partei versprochen, sich für die Digitalisierung der Schulen einzusetzen. „Das machen wir jetzt ganz konkret“, so Müller. Zudem sollen noch in diesem Jahr bei der Hammer IT Schulsupport zwei weitere Stellen geschaffen werden. Die HITS ist eine städtische Tochter, die dafür zuständig ist, die Schulen bei technischen Problemen zu unterstützen. Müller. „Wenn es Probleme gibt, müssen die Schulen schnell jemanden erreichen können, der hilft, damit der Unterricht dadurch möglichst wenig gestört wird. Dafür schaffen wir jetzt die Voraussetzungen.“

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