Spannende Jahresbilanz für Hamm

Krasse Veränderungen: Das sind die heißesten Blitzer-Zahlen 2019

Deutlicher weniger häufig als 2018 lösten die verschiedenen Blitzer in Hamm im vergangenen Jahr aus.
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Deutlicher weniger häufig als 2018 lösten die verschiedenen Blitzer in Hamm im vergangenen Jahr aus.

Bei den Blitzerzahlen in Hamm ist der Trend der vergangenen Jahre spürbar gebrochen. Dennoch gab es auch zwischen Januar und Dezember 2019 viele spannende Zahlen, Daten und Infos. Und viele verärgerte Autofahrer.

  • Viel weniger Blitze als 2018 ausgelöst
  • Rückgang vor allem bei mobilen Geräten
  • Trotzdem etliche Aufreger dabei

Hamm - Die wichtigste Zahl vorweg: Insgesamt 179.667 Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße wurden im Jahr 2019 von der Stadt Hamm aufgearbeitet und geahndet. Das ist ein Rückgang von rund 18.500 Treffern im Vergleich zum Vorjahr.

Entsprechend weniger Geld floss in die Stadtkasse; überschlägig gerechnet waren es im Jahresverlauf rund 5,5 Millionen Euro. In dieser Summe enthalten sind weitere rund 10.900 Fälle, die der Stadt durch Polizei und Staatsanwaltschaft zur Bearbeitung übermittelt worden waren. Die Polizei kontrolliert nämlich unabhängig von der Stadt und mit deutlich weniger Geräten.

Dieser Blitzertyp ist am ertragreichsten:

Wie in den Vorjahren waren die im ganzen Stadtgebiet geschickt verbauten Blitzsäulen am ertragreichsten. Rund 87.700 Mal lösten sie aus (minus 12.500) und damit immer noch deutlich öfter als die mobilen Geräte (54.700 - ein Minus von 30.400!) und die Anhänger (37.300). Die beiden Enforcement Trailer fingen die teils drastisch rückläufigen Fallzahlen zumindest in Teilen auf. Einen Vorjahresvergleich gibt es hierbei aber nicht, weil die Hightech-Neulinge erst seit Sommer 2018 und Frühjahr 2019 in Betrieb sind.

Nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg ist derzeit nicht geplant, weitere Säulen oder Trailer anzuschaffen.

Das sind die Top-Standorte und ihre Zahlen:

Diese Standortblitzer waren am effektivsten: 

Der alte und neue Rekordhalter bei den Blitzsäulen steht in Uentrop an der Zollstraße.

Hier lösten mobile Blitzer am häufigsten aus:

  • 1. Alleestraße (Tempo 30): 226 Fälle,
  • 2. Werler Straße (Tempo 70) 184 Fälle,
  • 3. Königstraße (Tempo 20) 177 Fälle,
  • 4. Kamener Straße (Tempo 50) 164 Fälle,
  • 5. nochmal Königstraße (Tempo 20) 164 Fälle.

Die auffälligsten Auslöser mit Blick auf Überschreitung und Strafe:

  • 27. Juli, Römerstraße: 161 km/h bei Tempo 80 (mindestens 600 Euro Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister, 3 Monate Fahrverbot),
  • 30. Juli, Römerstraße179 km/h bei Tempo 80 (mindestens 600 Euro Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister, 3 Monate Fahrverbot),
  • 9. August, Birkenallee: 135 km/h bei Tempo 50 (mindestens 680 Euro Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister, 3 Monate Fahrverbot),
  • 10. November, Soester Straße: 160 km/h bei Tempo 70 (mindestens 600 Euro Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister, 3 Monate Fahrverbot),
  • 10. Oktober, Kissinger Weg: 108 km/h bei Tempo 30 (mindestens 680 Euro Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister, 3 Monate Fahrverbot),
  • 20. November, Lipperandstraße: 158 km/h bei Tempo 70 (mindestens 680 Euro Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister, 3 Monate Fahrverbot).

So bewertet die Stadt die Zahlen:

Trotz der Mindereinnahmen bewertet die Stadt die Entwicklung positiv. "Die intensiven Überwachungsmaßnahmen scheinen von den Fahrzeugführern in Hamm realisiert worden zu sein", glaubt Stadtsprecher Herberg.

"Die konsequente Durchführung der Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachung hat eine Senkung der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit - daraus folgend geringere Verstoßzahlen - und damit eine Verringerung des Verletzungsrisikos von Verkehrsteilnehmern bei Verkehrsunfällen zur Folge", so Herberg weiter. Die Überwachung diene somit dem "Allgemeinwohl".

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