Das perfekte Steak: Hammer "BBQ Bros" zeigen wie es geht

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Hamm - Kurz gebraten, saftig, mit rauchiger Note und einer Prise Zucker: Das ist für Christian Gottenströter das perfekte Steak. Zum Auftakt der WA-Aktion „Was grillst du“ zeigt er zusammen mit seinem Bruder Thorsten, wie er es zubereitet.

Sechs Grills besitzt der zweifache Familienvater, gelegentlich steht nachts neben dem Babyfon das Fleischthermometer. Gottenströter grillt für sein Leben gern. Gemeinsam mit seinem Bruder und acht ehemaligen Camping-Freunden nimmt Gottenströter regelmäßig an Grillwettbewerben teil. Die „BBQ Bros“ gründeten sich vor zwei Jahren.

Die Zubereitung des perfekten Steaks

1. Das Fleisch 

Für Christian und Thorsten Gottenströter steht fest: Abgepackt und fertig mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt kommt nicht auf den Grill. „Man sieht die Qualität des Fleisches nicht mehr“, sagt Thorsten Gottenströter, gelernter Fleischer. Beide empfehlen definitiv den Kauf des Fleisches bei einem Metzger. 

Beliebt sei zur Zeit „Dry Aged“-Fleisch. Es ist drei bis vier Wochen gereift und somit besonders zart und aromatisch. Bei solchem Fleisch verzichtet Christian Gottenströter meistens auf eine Marinade. „Bei gutem Fleisch reicht ein bisschen Salz und Pfeffer. Ich gebe gerne noch ein bisschen Zucker oder Honig dazu.“ 

2. Der Grill 

Holzkohle, Gas oder Elektro; direkt oder indirekt; mit oder ohne Deckel: Mittlerweile gibt es viele verschiedene Grillmodelle und -arten. Gottenströters setzen auf die klassische Holzkohle. „Das macht mehr Spaß“, findet Christian. Geschmacklich unterscheiden sich Kohle- und Gasgrills seiner Einschätzung nach allerdings nicht. 

Für das perfekte Steak greift der Grillchef auf einen Keramik-Kugelgrill mit Deckel zurück. Diese lägen aktuell sehr im Trend, denn hier ließe sich mit wenig Kohle besonders lange grillen. Die Kohle zündet Gottenströter in einem Anzündkamin an. 

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3. Die Temperatur 

Der Deckel des Grills sorgt dafür, dass sich die Temperatur im Garraum hält. „Für das normale, schnelle Grillen ist das nicht notwendig“, so Christian Gottenströter. Für Fleisch, das lange garen muss, sei dies aber wichtig. Zur Grill-Temperatur für ein perfektes Steak gibt er folgenden Tipp: Je heißer, desto besser. 

Bei der Fleischkerntemperatur gilt es allerdings aufzupassen. Bei Hähnchen sollte diese mindestens 70 bis 75 Grad betragen. Bei Rind und Schwein kommt es auf den gewünschten Gargrad an. 

Grillen bei den Meistern. Zu Besuch bei den BBQ Bros

4. Der Rauchgeschmack 

Um dem Steak ein rauchiges Aroma zu verleihen – man erhält ein sogenanntes Smoked Steak – legen die Grillbrüder feuchte Holzchips (im Handel zu kaufen) mit in die heiße Glut. Durch das Bewässern verbrennt das Holz nicht auf Anhieb. Nach einiger Zeit entwickelt sich der Rauch – Zeit, das Steak auf den Grill zu schmeißen. 

5. Das Grillen 

Kurz und schmerzlos, je nach Garungsgrad. Nach den ersten zwei Minuten wendet Christian Gottenströter das Steak. Mit einem Fleischthermometer kontrolliert er immer wieder die Temperatur im Inneren. Bei 55 Grad ist es „medium“ und kommt runter vom Grill. 

Danach wird es erst einmal ein paar Minuten liegen gelassen. „Sonst läuft der ganze Saft heraus“, erklärt er. Fertig ist das perfekte Steak der „BBQ Bros“. Dazu servieren die Grill-Brüder einen Süßkartoffelauflauf – natürlich vom Grill. Ein No-Go beim Grillen? „Gemüse“, sagt Christian Gottenströter scherzhaft. Der Süßkartoffelauflauf sei das Höchste der Gefühle.

Als Snack zwischendurch gab es Rinderhackbällchen im Bacon-Mantel. 

Rezept für das Süßkartoffel-Gratin

Ausrüstung: Ein geschlossener Grill und eine Keramik Auflaufform. Dauer: 20 bis 30 Minuten Vorbereitungszeit, circa 60 Minuten Grillzeit. Schwierigkeit: Einfach

Zutaten:

  • Zwei mittlere Süßkartoffeln 
  • 100 Gramm Parmesan 
  • 100 Gramm Edamer (gerieben) 
  • 300 Milliliter Schlagsahne 
  • 1-2 Esslöffel BBQ Pork Rub (Grill-Gewürzmischung) 
  • 2 Teelöffel Salz 
  • 1 Teelöffel Pfeffer 
  • 3 Zweige Thymian 
  • Butter

Nach Geschmack sind Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin möglich.


Zubereitung: 1. Die Kartoffeln schälen, waschen & in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. 2. Sahne, Gewürze, Thymian und jeweils die Hälfte vom Parmesan und Edamer verrühren und abschmecken. 3. Die Keramik-Auflaufform mit Butter einstreichen und eine dünne Schicht Soße auftragen. 4. Dann die erste Schicht Süßkartoffeln in die Auflaufform legen. 5. Die Schicht anschließend dünn mit Soße bestreichen. 6. Schritt 4 und 5 wiederholen bis maximal 1 Zentimeter unter der Kante der Auflaufform.7. Die zweite Hälfte Käse gleichmäßig über den Auflauf streuen.

Das Gratin auf ein Rost in den auf 160 bis 180 Grad eingestellten Grill geben. Bei genügend Abstand zur Glut direkt, ansonsten indirekt grillen. Das Gratin circa 60 Minuten (je nach Gratin-Dicke) bei geschlossenem Deckel garen. Den Gargrad wie bei Kartoffeln mit einem Spieß testen.

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