Sprecherin schreibt Brief an Angela Merkel

BI „St. Jupp“ hofft auf die Hilfe der Bundeskanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt sich ihre Mund-Nasen-Bedeckung auf
+
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll der Bockum-Höveler Krankenhaus-BI helfen.

Die Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt des St.-Josef-Krankenhauses („St. Jupp“) in Bockum-Hövel setzt ihren Kampf fort. Sprecherin Marina Weber hat jetzt einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben.

Hamm – BI-Sprecherin Marina Weber will die Bundeskanzlerin auf die Situation aufmerksam zu machen und sie zu bitten, sich gegen eine Schließung des Krankenhaus-Standorts in Bockum-Hövel einzusetzen. Ein Argument dabei: der Bedarf gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie. (News zum Coronavirus in Hamm)

„Wir befinden uns in der größten Belastungsprobe der Bundesrepublik Deutschlands. Ich hoffe, dass unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht, aber jetzt Krankenhäuser zu schließen, die baulich tadellos sind, ist sicher der falsche Weg. Wir werden zukünftig mit Infektionskrankheiten leben müssen. Da ist es gerade von Vorteil, kleinere Krankenhäuser zu haben, bevor man zentralisierte Einheiten schließen muss“, argumentiert Weber in ihrem Brief.

Die Schließung des St.-Josef-Krankenhauses beschäftigt nach wie vor viele Bockum-Höveler. Marina Weber, die Sprecherin der BI für den Erhalt des Krankenhauses, hat sich jetzt an die Bundeskanzlerin gewandt.

Zudem weist sie darauf hin, dass das St.-Josef-Krankenhaus das jüngste und modernste Gebäude aller Hammer Krankenhäuser ist. Erst 2012 seien dort noch einmal mehrere Millionen Euro investiert worden, um die Urologie und die Kinderurologie von der St.-Barbara-Klinik nach Bockum-Hövel zu verlegen, begleitet mit der Investition in einen komfortablen Wahlleistungsbereich und eine Palliativstation, führt Weber weiter aus. Angesichts dieser Tatsache sowie des Alters der anderen Krankenhäuser, die zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert stammten, sei die Schließung ein Irrsinn.

Mehr als 10.000 Unterschriften für Erhalt

Weiterhin verweist Weber auf die breite Unterstützung der BI in der Bevölkerung. Unter anderem seien mehr als 10.000 Unterschriften für den Erhalt des St.-Josef-Krankenhauses gesammelt worden.

„Ich bitte Sie, sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin, die Bürgerinnen und Bürger von Bockum-Hövel im Zuge einer sinnvollen zukünftigen Gesundheitsvorsorge zu unterstützen und auf die Franziskaner-Stiftung Einfluss zu nehmen, das St.-Josef-Krankenhaus zu erhalten“, schließt Marina Weber ihren Brief.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare