Bezirksvertretung für offene Moschee-Diskussion

HERRINGEN ▪ Die Bezirksvertretung Herringen hat gestern Nachmittag einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans für den geplanten Moschee-Neubau an der Dortmunder Straße 233 empfohlen. Allerdings forderte das Bezirksparlament eine umfassende Information und Beteiligung der Bürger ein.

Mit Hinweis auf die Religions-Freiheit sprach sich der Chef der SPD-Fraktion, Otto Ernst Dudek, grundsätzlich für das Projekt aus. Zudem gebe es an dieser Stelle bereits eine Moschee. Insbesondere der Moscheeverein sollte offen mit dem Thema umgehen, schwebt ihm ein „Ort der Integration“ vor. Zusammen mit den Bürgern, der Bezirksvertretung und der Verwaltung sollte er sich an einen Tisch setzen, um dort offen über die Probleme zu reden, so Dudek, der in diesem Zusammenhang kritisierte, dass die Politik erst aus den Medien von dem Projekt erfahren habe.

Auch Claus Binkhoff (CDU) forderte die Verwaltung auf, die Bürger regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen. Eine „sachliche Diskussion ohne Emotionen“ forderte Dr. Cevdet Gürle (Pro Herringen) ein. Ein „Wir gegen die“ dürfe es nicht geben. Vielmehr sollte eine offene Moschee auch als Chance für den Stadtbezirk gesehen werden, meinte er.

Nach Angaben von Stadtplaner Andreas Mentz wird es künftig genug Möglichkeiten geben, sich einzubringen. Man stehe erst ganz am Anfang der Planungen. „Und es ist auch nicht klar, dass sie so umgesetzt werden.“ ▪ stg

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