Bezirksvertretung diskutiert über die Kirche St. Josef

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Gegen den Abriss der Kirche St. Josef wollen sich viele Heessener wehren. ▪

HEESSEN ▪ Zur nächsten öffentlichen Sitzung kommen heute um 16.30 Uhr die Bezirksvertreter im Bürgersaal der Sachsenhalle zusammen. Wichtiges Thema wird dabei auch die Zukunft der Kirche St. Josef sein.

Bezirksvorsteherin Sylvia Jörrißen hat dazu auch Pfarrer Wilhelm Lohle und den Leiter des Seniorenheims St. Stephanus, Paul Gosing, eingeladen, die die Planung vorstellen werden. Wie berichtet soll die Kirche abgerissen und an ihrer Stelle ein Altenpflegeheim mit seniorengerechten Wohnungen entstehen.

Auf der Tagesordnung steht aber auch schon der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für das angedachte neue Seniorenzentrum. Die Bezirksvertreter müssten also bereits darüber entscheiden, ob hier der Weg für eine neue Bebauung frei gemacht wird.

Das geht vielen Heessenern zu weit. Das jedenfalls wurde in einer Versammlung deutlich, zu der der Allgemeine Knappenverein „Glück auf“ in der vergangenen Woche eingeladen hatte. Rund 30 Personen waren dazu erschienen, darunter auch etliche, die sich an verantwortlicher Stelle in der Gemeinde Papst Johannes engagieren. Viele wollen sich für den Erhalt des „Tor Gottes im Norden Hamms“ einsetzen.

Stadtarchivarin Ute Knopp hatte zunächst die Geschichte der Kirche vorgestellt und daran das Wachsen und Werden der Gemeinde erläutert. Insbesondere stellte sie das Wirken der Pfarrer Heinrich Hegemann und August Schüttken gerade in sozialer Hinsicht in den Blickpunkt. Die Kirche selbst bezeichnete sie als Landmarke.

Kirchenvorstandsmitglied Johannes Nüsse wies darauf hin, dass die Diskussion um die Zukunft der Kirche nicht erst seit kurzer Zeit geführt werde. Im Lauf der Diskussion wurde allerdings deutlich, dass viele vom geplanten Abriss überrascht wurden. Daher gab es Kritik, dass auf die Vorschläge zu einer Nachnutzung überhaupt nicht eingegangen worden sei.

Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Rainer Holtmann, warf die Frage nach der Wirtschaftlichkeit auf. Eine wichtige Sache sei die sicherlich lange dauernde Planung. Johannes Nüsse wies darauf hin, dass noch nichts beschlossen sei. Anders lautende Berichte entsprächen nicht den Tatsachen.

Als Versammlungsleiter stellte Rolf-Peter Gutsche, Vorsitzender des Knappenvereins, fest, dass es offensichtliche Kommunikationsdefizite innerhalb der Gemeinde gegeben habe. Er vertrete die Ansicht, dass alles getan werden müsse, um die „Bergarbeiterkirche“ zu erhalten. Sie sei damals auch mit Spenden der Bergleute errichtet worden. Mit diesem Ziel werde er demnächst das Gespräch mit Pfarrer Lohle suchen. Außerdem kündigte Gutsche einen weiteren Gesprächskreis an, der voraussichtlich am Mittwoch, 23. Mai, stattfinden soll. ▪ jim

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