Arnsberg: Finke-Planung muss nicht überarbeitet werden

HAMM - Das Bebauungsplanverfahren zum Bau von "Finke" muss nicht geändert werden: Das bestätigte die Bezirksregierung in einem Schreiben, das der Stadt Hamm als Durchschrift zugegangen ist.

Die Ratsfraktion der Grünen hatte Anfang März einen Antrag zur Änderung des Verfahrens gestellt: Sie sah die Quelle am Rande des Grundstücks nicht ausreichend geschützt. Diesen Eindruck wiesen die zuständigen Fachleute in Arnsberg zurück. Vor allem, weil "Finke" von ursprünglichen Planungen abgerückt war, um den gesetzlichen Schutz des Biotops sicherzustellen. Konkret bedeut das: Der Wasserlauf wird nicht überbaut und durch großzügige Pufferzonen zusätzlich geschützt.

Nach Ansicht der Bezirksregierung Arnsberg sind die Belange des Naturschutzes somit in ausreichender Weise gewahrt. Darüber hinaus gebe es auch keine weiteren Punkte, die ein Abrücken von den gegenwärtigen Planungen notwendig machen.

Stadtbaurätin Rita Schulze Böing zeigte sich erfreut darüber, dass nun für alle Seiten Klarheit besteht: "Niemand kann uns vorwerfen, dass wir irgendwelche Interessen bewusst nicht berücksichtigen, weil wir 'Finke' mit aller Macht durchdrücken wollen." Gleichzeitig appellierte die

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Stadtbaurätin noch einmal an die Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Hamm. "Es geht nicht an, dass Bedenken ausschließlich angeführt werden, um wichtige Bauvorhaben in die Länge zu ziehen. Das ist unnötig und mittelfristig sogar schädlich."

Nach Einschätzung von Stadtplanungsamtschef Heinz-Martin Muhle wird die Baugenehmigung „Anfang Juli“ erteilt, aktuell fehlten nur noch einige Unterlagen. Finke habe auf die Möglichkeit, Teilbaugenehmigungen – etwa für die Erstellung der nicht von den Änderungen betroffenen Gebäude – zu bekommen, verzichtet. - WA

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