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Zufallskontrolle bringt Hammer Junkie langen Knastaufenthalt

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Von: Lisa Moorwessel

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Der Heroinabhängige war Mitte Juni 2019 am Hans-Böckler-Platz eher zufällig wegen seines auffälligen Verhaltens von der Polizei festgehalten worden.
Der Heroinabhängige war Mitte Juni 2019 am Hans-Böckler-Platz eher zufällig wegen seines auffälligen Verhaltens von der Polizei festgehalten worden.

Wegen bewaffneten Drogenhandels hat das Dortmunder Landgericht einen 40-jährigen Hammer zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt.

Hamm/Dortmund – Der langjährig Drogenabhängige wird einen Großteil der Strafe in Form einer Langzeittherapie in einer geschlossenen Klinik ableisten. Ohne Behandlung, so der Vorsitzende Richter Thomas Kelm in seiner Urteilsbegründung, würde er schnell wieder straffällig.

Der Heroinabhängige war Mitte Juni 2019 am Hans-Böckler-Platz eher zufällig wegen seines auffälligen Verhaltens von der Polizei festgehalten und zum Vorzeigen seines Ausweises aufgefordert worden. Beim Herumkramen in seiner großen Umhängetasche kamen drogentypische Utensilien zu Tage, der Mann musste mit zur Wache und seinen Besitz auspacken.

Hier fanden sich fast 400 Euro Bargeld, 35 abgepackte Einzelportionen Heroin und noch weitere rund 20 Gramm Rauschgift. Der seit Jahren in Hamm lebende Pole und in der Hammer Drogenszene bekannte Mann behauptete jedoch, dass er die Tasche in einem Gebüsch am Hans-Böckler-Platz gefunden und sich über den unverhofften Besitz von Drogen und Geld gefreut habe.

Unrealistisch und unglaubwürdig

Nach Überzeugung des Gerichts präsentierte der Angeklagte jedoch eine völlig unrealistische und unglaubwürdige Geschichte. Niemand aus der Drogenszene würde eine auffällige große Tasche mit Geld und Bargeld auf der „Platte“ verstecken. Zudem sei es auch auffällig gewesen, dass der vermeintliche Finder ausgerechnet in dieser angeblich fremden Tasche nach seinen Papieren gewühlt habe. Der vielfach vorbestrafte Mann kann nun hoffen, in einer Langzeittherapie von seiner Drogensucht dauerhaft herunter zu kommen.

Ansonsten, so die pessimistische Prognose von Richter Kelm, werde er weiter abstürzen und es mit ihm ein schlimmes Ende nehmen.

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