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Einwohnerzahl in Hamm wird bis 2050 deutlich sinken

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Von: Holger Krah

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Coronavirus - Altenheim Deutlich mehr Hochbetagte werden 2050 in Hamm leben – doch wer kann sie unterstützen, wenn die Zahl der Jüngeren weiter sinkt?
Deutlich mehr Hochbetagte werden 2050 in Hamm leben – doch wer kann sie unterstützen, wenn die Zahl der Jüngeren weiter sinkt? © Sven Hoppe

 Die Hammer Bevölkerung schrumpft. Das geht aus der Bevölkerungsprognose hervor, die Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW) als Statistisches Landesamt vorgelegt hat. Vom Stichtag 1. Januar 2021 werfen die Statistiker einen Blick um 30 Jahre voraus – und der ist ziemlich düster.

Hamm - Knapp 179.000 Menschen wohnten laut IT NRW Anfang 2021 in der Lippestadt. Am 1. Januar 2050 wird Hamm der Prognose zufolge nur noch 171.500 Einwohner haben – etwa 7500 Menschen weniger innerhalb von nur 30 Jahren.

Die meisten der Hammer sind übrigen weiblich: 2021 gab es 91.000 Frauen und 88.000 Männer in Hamm, 2050 wird die Lücke noch größer: 87.500 Frauen stehen dann 84.000 Männern in Hamm gegenüber.

Die Stadt Hamm selbst nennt übrigens auf ihrer Internetseite ganz andere Zahlen als die Statistiker von IT NRW: 2018 noch unter OB Thomas Hunsteger-Petermann war zuletzt eine Bevölkerungsprognose veröffentlicht worden. Diese Berechnung umfasst die Jahre 2018 bis 2035. Sie erstreckt sich damit über einen Zeitraum von 18 Jahren. Dort werden für 2035 rund 177.000 Einwohner vorausberechnet. Zum Vergleich: IT NRW geht im gleichen Jahr von knapp 1600 Menschen weniger aus.

Die Bevölkerung wird immer älter

Die Tendenz jedoch ist dieselbe: Die Bevölkerung in der Lippestadt schrumpft. Und noch etwas wird deutlich: Hamm altert. Gab es im vergangenen Jahr noch knapp 38.000 Menschen über 65 Jahren, so werden es Anfang 2050 der Prognose nach 45.000 sein – 7000 Menschen mehr als derzeit. Auf der anderen Seite der Alterspyramide wird es entsprechend weniger. Für 2021 listet IT NRW etwa 35.000 Hammer unter 20 Jahren auf, 2050 sollen es 2000 weniger sein.

Dazwischen ist die arbeitende Bevölkerung: 106.000 Hammer sorgten im vergangengen Jahr für die Jungen und Alten. Im Jahr 2050 werden es jedoch nur noch 93.500 Hammer sein, die das Geld ranschaffen. Und das hat massive Auswirkungen: weniger arbeitende Bevölkerung heißt auch weniger Fachkräfte – um nur ein Beispiel zu nennen.

2050 doppelt so viele Greise wie 2021

Interessant: Die größte Gruppe in der Statistik ist die der 55 bis unter 60-Jährigen – in beiden Jahren: 2021 leben 14.000 Endfünfzigern in Hamm, 2050 werden es 11.000 Hammer in diesem Alter sein. Doch während bei den 55 bis unter 60-Jährigen die Gesamtzahl in der Zukunft kleiner wird, steigt sie bei den über 90-Jährigen. Zwar ist diese Gruppe in beiden Vergleichsjahren die kleinste: Doch die für 2050 prognostizierten 3600 Senioren ab 90 Jahren sind fast doppelt so viele wie im Vergleichsjahr 2021.

Weniger Geburten als Sterbefälle

Ein Grund für die Abnahme der Bevölkerung: Es sterben mehr Hammer, als geboren werden. Das war schon 2021 so, als knapp 1700 Neugeborene 2100 Menschen gegenüberstanden, die in dem Jahr gestorben sind. Im Jahr 2050 klafft die Schere noch weiter auseinander: Für Mitte des Jahrhunderts prognostizieren die Statistiker 1500 Geburten in Hamm und 2300 Sterbefälle.

Mehr Zuzüge als Fortgezogene

Auf der anderen Seite gibt es eine gegenläufige Tendenz: Der Überschuss zwischen Zu- und Fortgezogenen wird immer größer. Im vergangenen Jahr waren es am Ende 250 Hammer mehr, die in die Lippestadt gezogen sind, als sie verlassen hatten. Im Jahr 2050, so die Prognose, ist der Überschuss der Zugezogenen gegenüber den Fortgezogenen bei 430. Trotzdem kann dieses kleine Bevölkerungsplus in beiden Jahren den Überhang an Sterbefällen gegenüber den Geburten nicht ausgleichen.

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