Betrugsversuch mit „Movie Money“: Falschgeld-Duo fliegt auf

Spätestens auf den zweiten Blick ist "Movie Money" als Fake zu identifizieren.
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Spätestens auf den zweiten Blick ist "Movie Money" als Fake zu erkennen.

Was für ein Film läuft da? Kriminelle versuchen derzeit auch in Hamm vermehrt, Falschgeld in Umlauf zu bringen. Dabei handelt es sich um so genanntes „Movie Money“.

Hamm – „Movie Money“ - das sind Geldscheinimitate, die offiziell eigentlich nur für Film- und Theaterproduktionen hergestellt werden, aber massenhaft für kleines Geld übers Internet zu beziehen sind. Am Mittwochabend versuchten zwei Männer, mit einer solchen 20-Euro-Blüte an einem Kiosk an der Dortmunder Straße Zigaretten einzukaufen. Der 74-jährige Verkäufer witterte allerdings den faulen Braten – nicht zuletzt deshalb, weil dies bereits der dritte Versuch innerhalb von einer Woche bei ihm gewesen war.

Der Senior checkte den Schein mit einem Prüfstift und erkannte die Fälschung. Unter anderem stand auf der Rückseite „Copy“.

Er sagte den beiden Zigarettenkäufern, dass er nun die Polizei rufen werde. Die jeweils etwa 25 Jahre alten Männer liefen daraufhin davon. Auch bei den anderen beiden Fällen aus der vergangenen Woche beziehungsweise Anfang dieser Woche waren die Täter in dem Kiosk gescheitert. Ob es sich jeweils um dieselben Männer gehandelt hat, ist noch unklar.

Die beiden Zigarettenkäufer haben laut Polizei ein "südländisches Erscheinungsbild" und beide einen Vollbart. Einer trug eine rote, der andere eine grüne Jacke. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02381/916-0 entgegen.

Masche nicht zum ersten Mal in Hamm

„Movie Money“ war bereits vor einigen Monaten schon einmal vermehrt in Hamm im Umlauf. Zur Zeit warnen die Polizeibehörden in allen Landesteilen und auch außerhalb Deutschlands vor dieser Masche.

Wie die Hammer Polizei auf WA-Anfrage mitteilte, sind ihr im Januar bereits 17 Falschgelddelikte angezeigt worden. In sechs Fällen meldeten sich Bankhäuser bei der Beamten. Das Falschgeld wurde mit Ausnahme von Rhynern in allen Stadtbezirken in Umlauf gebracht. Es waren mehrheitlich 20-Euro-Blüten, falsche 50er- und 100er-Scheine waren aber auch darunter.

Auch in Drensteinfurt sorgte Movie Money bereits für Aufsehen.

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