Betrügerischer Hammer Anwalt muss 34.000 Euro zurückzahlen

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Ein Anwalt aus Hamm muss einer Frau aus Hamm 33.980 Euro zuzüglich Zinsen und Gerichtskosten zurückzahlen, die er veruntreut hatte.

Trotz einer rechtskräftigen Verurteilung wegen 41-fachen Betruges spielt ein Rechtsanwalt aus Hamm weiterhin auf Zeit – vermutlich, um den drohenden Verlust seiner Zulassung möglichst lange hinaus zu zögern.

Hamm/Dortmund – Es gilt als sicher, dass der Anwalt auch die jüngste Entscheidung des Landgerichts Dortmund vor dem OLG Hamm anfechten wird, um weiter Zeit zu gewinnen. Das Dortmunder Gericht hatte bestätigt, was bereits das OLG festgestellt hatte: Der Anwalt muss einer Frau aus Hamm 33.980 Euro zuzüglich Zinsen und Gerichtskosten zurückzahlen, die er veruntreut hatte. Das Gericht hielt auch fest, dass bislang keine Zahlung – abgesehen von 4,61 Euro – und kein Vergleich erfolgt ist.

In Dortmund wurde letztlich nur dieses kleine Detail verhandelt in einem Rechtsstreit, der seit drei Jahren sechs Mal Amts-, Land- und Oberlandesgericht beschäftigt hat. Der Anwalt hatte von zwei Mandanten Gelder veruntreut, insgesamt rund 52.700 Euro. Eines seiner Opfer, ein Rentner aus dem Ruhrgebiet, ist mittlerweile verstorben, hat nie einen Cent von den 18.700 Euro wieder gesehen, die der Anwalt sich in die eigene Tasche gesteckt hatte.

Opfer schauen in die Röhre

Auch sein zweites Opfer, die Frau aus Hamm, sieht bislang in die Röhre. Im aktuellen Gerichtstermin bestätigte sie den Prozessbeteiligten, dass der angeklagte Anwalt bislang lediglich 4,61 Euro gezahlt habe. Von den ausstehenden, gerichtlich rechtskräftig festgeschriebenen 33.980 Euro zuzüglich Zinsen und Gerichtskosten habe der Betrüger bislang nichts zurückerstattet.

„Von Vertrauen in den Rechtsstaat kann bei Ihnen sicherlich nicht mehr die Rede sein“, kommentierte die Vorsitzende Richterin, sichtlich betroffen von der langen Verfahrensdauer für die 53-jährige Hammerin. Sie hat einen Titel gegen den Anwalt erwirkt und will nun aktiv Schritte einleiten, von dem betrügerischen Anwalt endlich ihr Geld zurückzubekommen.

Das Landgericht musste jetzt noch einmal nachverhandeln, um die in den Vorinstanzen gemachten Berechnungen zu bestätigen.

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