Aktuelle Fragen und Antworten

Besucherzahlen sinken drastisch, doch im Maxipark herrscht Zuversicht

Gähnende Leere: An manchen Tagen war der Maxipark verwaist.
+
Gähnende Leere: An manchen Tagen war der Maxipark verwaist.

Die Natur genießen, Abschalten vom Alltag, eine entspannte Zeit haben – das alles geht normalerweise im Maxipark auf optimale Weise. Doch in diesem Jahr war all dies aufgrund der Corona-Pandemie ein alles andere als leichtes Unterfangen.

Die Verantwortlichen des Maxiparks im Rahmen der virtuell stattgefundenen Aufsichtsratssitzung eher auf ein schwieriges Jahr zurück. Hier sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Wie viele Besucher kamen in diesem Jahr in den Maxipark?

Es war ein Jahr, das Corona-bedingt mit keinem anderen Jahr vergleichbar war. Die Besucherzahl war reglementiert, zudem mussten fast alle Sonderveranstaltungen abgesagt werden. Und im März und April war der Park für sechs Wochen komplett geschlossen. Waren im Jahr 2019 noch 450.000 Besucher in den Maxipark gekommen, wurden in diesem Jahr an den Kassen 250.000 Gäste gezählt.

„Letztlich können wir mit dieser Besucherzahl aber zufrieden sein”, sagt Geschäftsführer Jörg Rogalla und fügt hinzu: „Die Besucher waren immer sehr dankbar, dass der Park geöffnet war. Und man muss sagen, dass der Park ja auch das ganze Jahr über schön anzuschauen war.”

Als der Park geschlossen war, wer hat sich dann um die Blumen und Beete gekümmert?

Zwar hatten die Verantwortlichen einige Mitarbeiter in den Urlaub geschickt und Überstunden abfeiern lassen, dennoch war immer genug Personal im Einsatz, um sich um die Pflanzen und den Park zu kümmern. „Die Blumen mussten ja gegossen werden. Und das Gras hat ja auch nicht aufgehört zu wachsen”, meint Rogalla.

Im Mai durfte der Maxi-Park wieder geöffnet werden. Was war dann anders als sonst?

Es gab eine Besuchergrenze von 2000. Mehr durften sich nicht gleichzeitig im Maxi-Park aufhalten. „Wir haben da auch penibelst drauf geachtet”, sagt Rogalla. „Denn gerade an den heißen Tagen waren viele Eltern mit ihren Kindern am Wasserspielplatz. Und da sollte es dann nicht zu eng sein.” Aber die Park-Verantwortlichen haben laut Rogalla viel Akzeptanz von den Besuchern erfahren.

Dankbar war aber auch Rogalla gegenüber der Stadt Hamm und dem Regionalverband Ruhr sowie allen Mitarbeitern und den beiden Gesellschaftern des Maximilianparks: „Es war alles nicht so einfach. Aber trotz Corona haben wir mit vielen engagierten Kollegen zusammengearbeitet, so dass dadurch vieles erleichtert wurde und für uns im Miteinander angenehm war. Außerdem konnten wir dann ja im Mai noch den neuen Bereich des Wasserspielplatzes eröffnen.“

Mit dem Bauernmarkt gab es eine Absage, mit dem Herbstleuchten aber wieder eine gelungene Sonderaktion. Wie wurde dies aufgenommen?

Der Herbstmarkt Anfang Oktober war 16 Stunden vor dem Start aus Düsseldorf abgesagt worden – zu einem Zeitpunkt, als die meisten Markthändler ihre Stände bereits aufgebaut hatten. Zumindest ein wenig Trost hat da die Tatsache gespendet, dass die zuvor ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit dem Hammer Unternehmen Ticket Pay so reibungslos funktionierte. „Dadurch verlief die Rückerstattung der bereits gekauften Tickets an die Besucher sehr unbürokratisch”, erklärt der Geschäftsführer, der dann umso erleichterter war, dass das Herbstleuchten wie geplant stattfinden konnte. Zwar gab es im Vorfeld einige negative Stimmen, die diese Veranstaltung in diesem Jahr eher kritisch sahen, letztlich aber erhielt Rogalla nur positive Rückmeldungen.

Wie sind die Erwartungen für das kommende Jahr?

Verhalten positiv. Natürlich hoffen die Verantwortlichen auf ein entspannteres Jahr, aber gleichzeitig wissen sie auch, dass das Coronavirus nicht von heute auf morgen verschwunden sein wird. „Wir blicken dem neuen Jahr zuversichtlich entgegen. Aber wir sind auch nicht so blauäugig, dass es von einem Tag auf den anderen wieder so ist wie in den Jahren vorher”, meint Rogalla, der abwarten will, was in den kommenden Wochen passieren wird.

Was soll sich ändern?

Es wird ein neues digitales Kassensystem installiert, das den Vorverkauf und ganz besonders den Verkauf der Jahreskarten für das Jahr 2022 vereinfachen wird. Außerdem wurde beschlossen, auf dem Dach der Elektrozentrale sowie auf dem Dach der Lagerhalle eine Photovoltaikanlage zu installieren. Dies soll dem Eigenverbrauch im Park dienen und damit für eine wirtschaftliche Entlastung sorgen. Außerdem ist die Anschaffung eines Elektro-Radladers geplant, der während des normalen Publikumsverkehrs die Arbeiten wesentlich leiser und umweltverträglicher verrichtet.

Bis wann kann man eine Jahreskarte zum Spartarif für 2021 erwerben?

Der Spartarif gilt auch noch in den ersten zwei Monaten des kommenden Jahres. „Aufgrund der neuen Verordnung werden wir den Erwerb der Jahreskarte zum Spartarif bis Ende Februar 2021 verlängern”, sagt Monika Simshäuser, eine der beiden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare