Boom bei Urnen-Gräbern in Hamm

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Die vorhandenen Stelen des Bestattungshains auf dem Südenfriedhof, den hier Museumsdirektor Dr. Daniel Spanke (links) und der städtische Friedhofsbeauftragte Markus Klüppel besichtigen, müssen bereits ergänzt werden.

Hamm-Süden - Als am 17. September 2017 der erste innerstädtische Bestattungshain auf dem Südenfriedhof eingeweiht wurde, war noch nicht absehbar, dass er bereits sechs Monate später erweitert werden muss - um 132 Urnen-Gräber.

Im ersten Bauabschnitt waren 36 Urnengrabstätten an den vorhandenen Felsenbirnen mit einer gemeinschaftlichen Gedenkstätte eingerichtet worden. Nachdem diese Möglichkeit der naturnahen und pflegefreien Grabart von Pfarrer Ralf Dunker und Pfarrerin Ute Brünger eingeweiht und durch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann eröffnet wurde, fanden schon so viele Beisetzungen und Käufe zu Lebzeiten statt, dass die Anlage nun nach der Frostperiode um weitere elf Felsenbirnen erweitert wird. 

Jeweils zwölf Urnengräber werden um einen Baum geschaffen, 132 neue Gräber angelegt. Die Vorteile dieser Grabart liegen in ihrer absoluten Pflegefreiheit und der Erinnerung an den Gestorbenen an einer gemeinschaftlichen Gedenkstätte,“ erläutert Markus Klüppel, Landschaftsarchitekt im Grünflächenamt der Stadt Hamm. Blumen und Kerzen könnten an dieser Stelle abgelegt werden. 

Aus dem Bestattungshain wird ein Blütenhain

Auf Wunsch werde an der gemeinschaftlichen Gedenkstätte der Name und die Lebensdaten des Gestorbenen angebracht. Dort finde auch das Gedenken in Form der Ablage von Blumen oder Kerzen statt. Mehrere Bänke laden zum Verweilen ein. „Viele Menschen möchten schon zu Lebzeiten die letzten Dinge regeln und Vorsorge treffen. Da eignet sich ein pflegefreies Grab unter Bäumen sehr gut“, so Klüppel. 

Zumal der konkrete Baum und der Begräbnisplatz noch vor der Beisetzung oder bereits zu Lebzeiten ausgesucht werden können. Die Gräber können als Einzelgrab, als klassisches Doppelgrab oder auch mehrstellig für ganze Familien erworben werden. Klüppel macht deutlich, dass auch die Bäume eigens für den Friedhof ausgesucht worden sind. 

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