Mehr Platz auf Sundernfriedhof in Heessen

Baumbestattung in Hamm immer beliebter

An der Grenze: Zwischen Sundernfriedhof und Heessener Wald liegt der Bestattungshain unter Bäumen. Der wird als letzte Ruhestätte immer beliebter.
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An der Grenze: Zwischen Sundernfriedhof und Heessener Wald liegt der Bestattungshain unter Bäumen. Der wird als letzte Ruhestätte immer beliebter, sagt Markus Klüppel, bei der Stadt Hamm für die Friedhöfe zuständig.

Die Baumbestattung auf dem Sundernfriedhof wird immer beliebter. Seit diese Bestattungsart vor vier Jahren eingeführt wurde, wurden rund 200 Menschen so beerdigt. Markus Klüppel, im Grünflächenamt für die Hammer Friedhöfe zuständig, rechnet damit, dass man im kommenden Jahr mit den Planungen beginnt, um 2023 neue Stelen an einem zweiten Gedenkort aufzustellen.

Heessen - Bei einer Baumbestattung wird die Urne mit der Asche eines verstorbenen Menschen im Waldboden zwischen Bäumen vergraben, ohne dass die Stelle kenntlich gemacht wird. So ist nur an den Stelen erkennbar, wie viele Verstorbene im Bestattungshain beerdigt wurden – allerdings nur ungefähr: „Jeder kann sich entscheiden, ob der Name auf der Stele auftauchen soll“, sagt Klüppel, „die meisten machen das, aber nicht alle.“ Trotz dieser gewissen, selbst gewählten Anonymität können sich Ehepaare nebeneinander begraben lassen, nur ihre Namen tauchen getrennt auf den Stelen auf. Klüppel: „Das müssen die Menschen natürlich vorher wissen.“

Jeder kann sich entscheiden, ob der Name auf der Stele auftauchen soll. Die meisten machen das, aber nicht alle.

Markus Klüppel, Friedhofsbeauftragter im städtischen Grünflächenamt

Etwa ein Drittel aller Urnen mit der Asche Verstorbener würde mittlerweile im Bestattungshain auf dem Sundenfriedhof begraben, weiß Klüppel, und überhaupt dominiere die Feuerbestattung mittlerweile die vielen Arten der Beerdigung. Etwa 80 Prozent aller Verstorbenen würden der Feuerbestattung zugeführt, nur noch ein Fünftel würde im Sarg beerdigt.

Über 20 Arten der Bestattung

Stadtweit würden rund 20 Arten der Bestattung angeboten – und das bedeute auch: Angehörige würden sich häufig beraten lassen, welche Art für sie infrage kommt, sofern der Verstorbene nichts testamentarisch bestimmt habe. Die Baumbestattung komme für immer mehr Menschen infrage, und wenn das so bliebe, müsse der Bestattungshain auf dem Sundernfriedhof bald erweitert werden.

Der Platz wird knapp: Das Stelenfeld als Gedenkort kann in absehbarer Zeit keine Namen mehr aufnehmen, einen neuen Gedenkort hat Landschaftsarchitekt Markus Klüppel schon im Hinterkopf.

Der bestehende Gedenkort werde, so Klüppel, im Sommer noch fünf neue Stelen erhalten und dürfte dann „voll“ sein – also: Auf den Stelen wäre kein Platz mehr für Namen. Im kommenden Jahr werde ein neuer Gedenkort mit neuen Stelen geplant, 2023 werde er voraussichtlich gebaut und eingerichtet. Er werde ein ganzes Stück vom bestehenden Gedenkort entfernt sein. Platz für Urnen hingegen gebe es genug: Der Sundernfriedhof grenzt ja über eine lange Strecke an den Heessener Wald, und da werden die Urnen vergraben.

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