Belästigungen im Maximare: 5 Anzeigen gegen Ausländer 2016

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Hamm - In den vergangenen Monaten gab es landesweit mehrere Meldungen über Belästigungen von Frauen in Schwimmbädern, vermeintlich durch Flüchtlinge. Jetzt wurde auf Nachfrage des WA bekannt: Auch im Hammer Maximare wurden Übergriffe durch Zuwanderer auf Mädchen und Frauen aktenkundig.

Fünf Anzeigen, bei denen Zuwanderer im Maximare beteiligt waren, sind nach Polizeiangaben in diesem Jahr bereits eingegangen. Ermittelt werde „überwiegend wegen des Anfangsverdacht einer Beleidigung auf sexueller Grundlage“. Der jüngste Fall habe sich am Sonntag, 10. Juli, ereignet.

 Ein Leser beschrieb auf WA.de einen solchen Vorfall am Sonntag, den er in dem Bad im Hammer Osten erlebt habe. Seine Nichte wäre „fast das Opfer einer Gruppe Jugendlicher geworden. Sie wurde schon im Wasser umringt, als zwei beherzte Männer ins Wasser gesprungen sind und ihr Geleitschutz gegeben haben“, schreibt er. Die jungen Bademeister seien aber „völlig überfordert“ mit der Situation gewesen sein.

 Auf WA-Nachfrage bestätigte Christian Fecke, Pressesprecher des Maximare, dass es am besagten Tag zu einem Vorfall gekommen sei. Um 18.30 Uhr sei daraufhin die Polizei verständigt worden. Details nannte er nicht. Nach Darstellung des Maximare habe es sich jedoch nicht um eine Gruppe, sondern um eine einzelne Person gehandelt.

Auch die eingesetzten Beamten nahmen nur die Personalien eines Verdächtigen auf. Demnach soll ein 11-jähriges Mädchen von einem 17-jährigen Zuwanderer, der in Unna wohnhaft ist, angefasst worden sein, so ein Polizeisprecher auf WA-Anfrage. Bei den insgesamt fünf Vorfällen im Maximare in diesem Jahr waren die Tatverdächtigen im Alter von 17 bis 43 Jahren alt, so die Polizei. Die meisten seien auswärts gemeldet gewesen. Nur einer der Tatverdächtigen wohne in Hamm. Ob die Taten zur Anklage kommen, steht noch nicht fest.

"Wer sich daneben benimmt, fliegt raus."

Im Maximare beobachtet man die Situation sehr genau. Man stelle fest, dass seit dem vergangenen Jahr gerade am Wochenende mehr große Gruppen von Ausländern ins Schwimmbad kommen. Seit den Zwischenfällen in anderen Bädern im Ruhrgebiet habe man schon früh Maßnahmen ergriffen, um Übergriffe zu vermeiden.

Die Schwimmmeister seien nun darauf geschult, auf größere Gruppen Jugendlicher ein Auge zu haben, sodass diese „unter Beobachtung stehen und nicht unbeaufsichtigt gelassen werden“, so sagt Maximare-Sprecher Christian Fecke, der aber auch sagt: „Jeder Fall ist einer zuviel.“

Zusätzliche Schwimmmeister oder gar ein Sicherheitsdienst seien fürs Maximare keine Option. „Fünf Fälle ist keine Zahl, bei der ich das Gefühl habe, wir haben ein Sicherheitsproblem“, so Fecke. Er betonte, dass die Haus- und Badeordnung für alle Gäste gelte. Heißt mit anderen Worten: „Wer sich daneben benimmt, fliegt raus.“ – und unabhängig von der Herkunft.

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