Historischer Reisebus lässt beim Frühlingsfest Geschichte erleben

+
Für die erste geschichtsträchtige Stadtrundfahrt stellt die Museumseisenbahn einen Büssing zur Verfügung.

Hamm - Beim Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag am 8. April in der Hammer Innenstadt wird erstmals ein historischer Reisebus ab Westentor den Verlauf der Linie 1 zwischen August-Bebel-Straße in Herringen und Maxipark abfahren. 

An Bord werden rund 50 Fahrgäste mit Informationen zur reichhaltigen Stadt- und Kulturgeschichte entlang der Streckenführung versorgt. Das Angebot ist nicht städtisch oder von der Touristeninformation initiiert, sondern geht auf den Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels und seinen Vorsitzenden Werner Reumke zurück. 

Dieser sieht – neben den vorhandenen touristischen Angeboten des Verkehrsvereins – großes Potenzial in der Stadt, die touristische Infrastruktur zu verbessern, damit Schritt für Schritt auch mehr auswärtige Besucher nach Hamm zu locken und zum Imagegewinn der Stadt beizutragen. Künftig, so regt Reumke an, könnten diese Touren auf dem Willy-Brandt-Platz am Bahnhof starten und damit ein Baustein zur Belebung des Platzes sein. 

„Daher ist der 8. April auch als eine Art Probelauf zu verstehen“, sagt Reumke. Testweise ist Reumke die Strecke mit Unterstützung der Stadtwerke in einem Linienbus abgefahren. Sein erster Eindruck habe sich bestätigt: „Man kann unterwegs ununterbrochen aus der Stadtgeschichte erzählen.“ Am 8. April wird er dies als Begleiter von drei Touren selbst tun. 

Geschichten von Bergbau, Kulturen und Denkmäler

Seine Geschichten erzählen in Richtung Westen von der Metall- und Stahlindustrie, vom Bergbau und den Zechenkolonien, werfen ein Schlaglicht auf das Miteinander der Kulturen und den Moschee-Bau in Herringen, richten den Blick auf den Lippepark und seine Bedeutung oder erinnern an Zeiten, als in Herringen die Straßenbahn wendete. 

Richtung Osten wird er den Paradigmenwechsel von der Arbeiterschicht zum Beamtentum beleuchten, über Denkmäler, die Ahse, das Kurhaus und die Sole sprechen, ehe sich der Kreis am Maxipark mit dem Thema Bergbau wieder schließt. „Das ist eine Riesenmarktlücke“, sagt Reumke. „Selbst für Einheimische wäre es interessant zu erfahren, welcher Film rechts und links der Strecke abläuft.“ 

Unterstützung erhält er an diesem Tag durch die Hammer Eisenbahnfreunde, die einen historischen Reisebus der 1903 gegründeten Büssing AG zur Verfügung stellen. Auch der Verein City-Verkehr e.V. hatte angekündigt, sich am Projekt touristischer Touren nach Abschluss der Restaurierung eines Fahrzeugs zu beteiligen. 

Start am 8. April wird um 13, 15 und 17 Uhr der Martin-Luther-Platz sein. Von dort geht es zum Westentor und auf die Linienführung. Rund zwei Stunden Fahrzeit kalkuliert Reumke für den gesamten Streckenverlauf. Der Eintritt ist frei.

Gerne würde Werner Reumke die Tour in einer historischen Schaffner-Uniform begleiten. Wer damit weiterhelfen kann, meldet sich unter Telefon 24989.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.