Pandemie als Bremse:

CreativRevier Heinrich Robert: Zuversicht, aber auch Geduld gefragt

Das Verwaltungsgebäude im CreativRevier Heinrich Robert.
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Das Verwaltungsgebäude - hier bei der ExtraSchicht 2019 - soll als erstes bespielt werden.

Eins hat Martin Löckmann als Wirtschaftsförderer gelernt: „Es bedarf vor allem an Geduld und Beharrlichkeit, um ans Ziel zu gelangen.“ Bei der Entwicklung des CreativReviers Heinrich Robert sei das nicht anders, sagt der Geschäftsführer der gleichnamigen Entwicklungsagentur.

Herringen/Pelkum – Vor allem die Menschen in Pelkum und Herringen haben in den vergangenen Jahren die Entwicklungen rund um „ihren“ Pütt mit großem Interesse verfolgt und warten gespannt darauf, wer sich dort ansiedeln und welche Events es geben wird. Aber hier sei weiter Geduld gefragt, so Löckmann. Vor allem die Pandemie habe die Pläne um Monate zurückgeworfen.

Was den Geschäftsführer aber zuversichtlich stimmt: Regelmäßig empfangen Löckmann und seine Mitstreiter von der Entwicklungsagentur, allen voran Gebäudeeigentümer und Ideengeber Jürgen Tempelmann, interessierte Mieter und Investoren in den kürzlich bezogenen Büros in der Direktionsetage. Diese Räume seien die beste Werbung: Hier könnten Besucher erleben, wie ein Büro auf Heinrich Robert aussieht und man sich präsentieren kann, so Löckmann.

Eine besondere Rolle bei der Vermarktung des 55 Hektar großen Areals spielt das Wort „Revier“. Jeder einzelne Buchstabe steht für das, was das Projekt ausmacht.

Refurbish: Der Begriff kommt, wie alle weiteren auch, aus dem Englischen und heißt übersetzt „renovieren“. Fast alle Altbauten, von denen einige auch unter Denkmalschutz stehen, werden erhalten und instand gesetzt. Insgesamt geht es um rund 30 000 Quadratmeter Nutzfläche, was der Größe von vier Fußballfeldern entspricht. „Altressourcen wie Glas oder Metall werden wiederverwertet und zum Beispiel in Möbeln, Lampen und Kunstwerken verbaut.“ Bei der Auswahl neuer Materialien werde darauf geachtet, dass diese wiederverwertbar sind. Und: „Freiflächen werden naturnah gestaltet.“

Entertainment: Vielseitige Gastronomie, Events und Freizeitaktivitäten sollen schon bald ein reichhaltiges Unterhaltungs- und Erholungsprogramm bieten. Die Verantwortlichen gehen von rund 100 Veranstaltungen im Jahr aus. Das können, wie das ebenfalls von Jürgen Tempelmann entwickelte CreativQuartier Fürst Leopold in Dorsten zeigt, zum Beispiel Lesungen, Konzerte, Märkte und Oldtimer-Treffen sein. Auf Heinrich Robert sollen rund 2 000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche in den Gebäuden und 30 000 Quadratmeter auf dem Gelände zur Verfügung stehen.

Village: Neben modernen Wohnsiedlungen sollen im „CreativDorf“ besondere Wohnformen wie Mini-Häuser angesiedelt werden. Zudem sollen hier alternative Baukonzepte wie zum Beispiel Passiv-, Holz- oder Strohhäuser ihren Platz finden. Auch eine Kita und ein Gesundheitszentrum sind im Gespräch.

Industry: „Wir entwickeln hier neue Gewerbeflächen für Büro-, IT- und Dienstleistungsunternehmen“, heißt es. Die Gewerbeflächen, rund 33 000 Quadratmeter, sind nordwestlich der Altgebäude vorgesehen.

Energy: Die Verantwortlichen setzen auf eine nachhaltige Energieversorgung. Das gesamte Areal soll klimaneutral betrieben und alternative Energiequellen erprobt werden. Denkbar ist eine Kombination verschiedener Technologien zur Energieerzeugung – angefangen von einem Blockheizkraftwerk über Pumpen mit Erdkollektoren und Photovoltaikanlagen bis hin zu Serverheizungen. Zudem soll dort ein Kompetenzzentrum für E-Moblität mit Blick auf die Zweiradindustrie angesiedelt werden. Es soll Besuchern die Chance bieten, Neuheiten zu bewundern oder auch testen zu können.

Retail: Ein wichtiges Thema ist auch der „Verkauf“ – beispielsweise mit einem Drogerie- und einem Supermarkt. Mitten im Quartier sollen zusätzlich Messen und Märkte stattfinden.

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