Nur in Begleitung: Mitredebedarf bei der Gestaltung der Kanalkante

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Damit an der Kanalkante Wohnraum für alle Bürger in Hamm entsteht, soll die Hälfte des Wohnraums dort in Zukunft öffentlich gefördert werden. Dafür sprechen sich CDU und SPD aus.

Hamm - Ein Gestaltungsbeirat soll über die architektonische Entwicklung der Kanalkante wachen. Das fordern CDU und SPD. Am Südufer des Datteln-Hamm-Kanals sollen nach den Vorstellungen der großen Koalition auch Einzelhandel und öffentliche Einrichtungen angesiedelt werden.

Die Hälfte der Wohnflächen sollen öffentlich gefördert werden. Auch eine Fuß- und Radbrücke sowie ein Schiffsanleger sind im Gespräch. CDU und SPD wollen bei der Ausgestaltung der Kanalkante weiter mitreden. Die Spitzen der Parteien haben ihre Forderungen in einem Antrag für die nächste Ratssitzung am 15. Mai formuliert.

So könnte die Brücke aussehen – der Entwurf wurde beim Schlaun-Wettbewerb 2016 prämiert.

Für dieses zentrale Projekt brauche man einen von den Fraktionen besetzten Gestaltungsbeirat, teilten die Fraktionsvorsitzenden Dr. Richard Salomon (CDU) und Justus Moor (SPD) in einer gemeinsamen Erklärung mit. Nur so könne man die Planungen zügig und effektiv begleiten. Während der Rahmenplan allgemein auf Zustimmung getroffen war, hatte es Kritik an in den Plänen gezeigten Fassadenentwürfen gegeben – obwohl es sich, wie die Stadt versicherte, nur um Platzhalter handelte.

Wohnraum soll öffentlich gefördert werden

Außergewöhnlich und harmonisch stellen sich die Koalitionäre die Architektur am Kanalufer vor. Angestrebt werde neben dem Wassersportzentrum eine ausgewogene Mischung unterschiedlicher Nutzungen. Darunter fallen der Erklärung zufolge auch Einzelhandel und Dienstleistungseinrichtungen, sie sollen in den Tagesstunden für eine Belebung des Quartiers sorgen. Wohnungen stellen die Politiker sich im westlichen Bereich des Viertels vor.

Damit die Kanalkante zum Wohnort für alle Hammer werden könne, sollte die Hälfte des dort entstehenden Wohnraums öffentlich gefördert werden. Angestrebt werde auch ein Studentenwohnheim. CDU und SPD sprechen sich auch für den Bau einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen südlichem Kanalufer und der Lippeaue aus. Hier müsse auch ein Anschluss an den geplanten Radschnellweg 1 möglich sein. Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob dort ein Anleger für die Personenschifffahrt entstehen kann, beispielsweise für die „Santa Monika III“.

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